Mutter erhebt Vorwürfe gegen Hersteller

15-Jährige isst Keks - eineinhalb Stunden später ist sie tot

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Ein Erdnussbutter-Keks wurde für eine 15-Jährige zum Verhängnis. (Symbolbild)

Eine 15-Jährige greift bei ihrer Freundin in die Cookie-Packung, isst einen Keks und stirbt. Ihre Mutter erhebt schwere Vorwürfe gegen den Hersteller: Die Allergiehinweise seien nicht auffällig genug.

Weston - Drei Wochen nach dem tragischen Tod ihrer Tochter veröffentlichte die trauernde Mutter auf Facebook, wie es zu dem Unfall kam. Die verstorbene 15-jährige Amerikanerin war bei einer Freundin und machte einen schlimmen Fehler, der sie das Leben kostete.

Die Allergikerin verließ sich auf die Farbe der Verpackung und nahm an, dass keine Erdnüsse in den Cookies enthalten wären. Die Warnhinweise waren durch die offene Keksverpackung nach hinten geschoben und für die Jugendliche nicht mehr zu sehen.  „Unser ganzes Leben haben wir versucht unsere Tochter von einer Zutat fernzuhalten: Erdnüsse“, schrieb die Mutter auf Facebook: „Die Verpackung der Sonderedition des Keksherstellers war der originalen zu ähnlich, die meine Tochter für ‚sicher‘ hielt.“

Nur eineinhalb Stunden nach dem fatalen Biss in den Keks starb ihre Tochter an einem allergischen Schock.

Kekshersteller soll Erdnüsse stärker kennzeichnen

Die Mutter fühlt sich ohnmächtig: Sie schreibt auf Facebook, ihre Tochter habe die die Grenzen gekannt „und war sich bewusst, welche Verpackung sicher war und welche nicht. Eine kleine Angabe auf der zurückgezogenen - vertrauten roten - Verpackung ist nicht ausreichend, um zu erkennen, dass Erdnüsse in dem Produkt enthalten sind“, klagte sie an. Mit ihrem Post will sie bezwecken, dass der Hersteller „Chips Ahoy!“ seine Produkte besser kennzeichnet und farblich absetzt, vor allem „für so eine tödliche Zutat für viele Menschen - besonders Kinder!“ 

Hersteller äußert sich auf Twitter

Fast 80.000 Mal wurde der Aufruf schon geteilt (Stand, Donnerstag, 19. Juli, 10.45 Uhr). Unzählige Beileidsbekundungen finden sich unter dem Post. Darunter aber auch Vorwürfe gegen die Eltern: „Ihr hättet eurem Kind beibringen müssen, ein Label zu lesen.“

Der Hersteller selbst äußert sich auf Twitter zu dem Vorfall und schreibt, man nehme Allergien sogar sehr ernst. Die Verpackung weise aber ganz klar darauf hin, dass Erdnüsse enthalten sind - „durch Worte und Bilder“.

Erst kürzlich starb eine ebenfalls 15-jährige Engländerin an einem allergischen Schock, nachdem sie einen Döner aß.

rm

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