Rattenfloh als Überträger?

15-Jähriger stirbt an der Beulenpest

Bischkek. Ein 15-jähriger Junge ist in der vergangenen Woche in Kirgistan an der Beulenpest gestorben. Das ergab die Obduktion des Toten, wie der russische Rundfunk-Auslandsdienst „Stimme Russlands“ am Montag berichtete.

Ersten Angaben zufolge soll sich der Teenager angesteckt haben, als er in einem kirgisischen Bergdorf Teile eines Murmeltieres gegessen hatte. Laut einer Erklärung des kirgischischen Gesundheitsministeriums vom Montag soll der Jugendliche aber Viehhirte gewesen sein und sich durch einen Flohbiss angesteckt haben.

Nach dem Tod des Jungen in einem Krankenhaus der Region Karakol wurde seine Leiche den Angaben zufolge eingeäschert und anschließend unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen bestattet.

Etwa 100 Menschen, die im Kontakt zum Verstorbenen standen, wurden auf Anweisung von Behörden in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert. Gesundheitsministerin Dinara Saginbajewa betonte gegenüber dem "Stern", dass es keine Beulenpest-Epedemie geben werde.

Die Beulenpest wird in der Regel von Nagetieren übertragen. Meist stecken sich Menschen durch den Biss eines Rattenflohs an. Die ersten Symptome einer Ansteckung sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Erkrankte bekommen dunkle Beulen in Achselhöhen, am Hals, aber auch in der Leistengegend. Sie entstehen durch die Infestion der Lymphknoten. (dob)

Rubriklistenbild: © dpa

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