Global Forest Watch

2019 verschwand alle 6 Sekunden ein Fußballfeld Primärwald

Gefällte Bäume am Rande eines Urwaldes in der brasilianischen Amazonasregion. Foto: Marcelo Sayao/EFE/dpa
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Gefällte Bäume am Rande eines Urwaldes in der brasilianischen Amazonasregion. Foto: Marcelo Sayao/EFE/dpa

Ob abgeholzt oder abgebrannt - die Vernichtung der letzten unberührten Wälder der Erde scheint kaum zu stoppen. Nur zweimal in diesem Jahrtausend wurde noch mehr Urwald zerstört als im vergangenen Jahr. Besonders hart trifft es die Wälder Brasiliens.

Washington (dpa) - Das Ausmaß des Verschwindens unberührter Waldlandschaften lag einer Studie zufolge im vergangenen Jahr auf dem dritthöchsten Stand seit Beginn des neuen Jahrtausends.

Insgesamt seien 2019 rund 11,9 Millionen Hektar tropischer Urwald abgeholzt worden oder abgebrannt, davon rund 3,8 Millionen Hektar unter anderem für die Biodiversität besonders wichtiger unberührter Primärwald, teilte das World Resources Institute am Dienstag in Washington mit. Das entspreche etwa einem Fußballfeld Primärwald alle sechs Sekunden, hieß es. Nur 2016 und 2017 seien in diesem Jahrtausend bisher mehr unberührte Waldlandschaften verschwunden.

Besonders viel Primärwald verschwand demnach in Brasilien (rund 1,4 Millionen Hektar), Indonesien (324.000 Hektar) und dem Kongo (475.000 Hektar). Bolivien und Australien verloren so viel Wald durch Brände wie seit Beginn der Aufzeichnungen noch nie.

Mit der Plattform Global Forest Watch beobachten zahlreiche Naturschutzorganisationen unter Leitung des World Resources Institute seit 2014 unter anderem mit Satellitentechnik Veränderungen von Waldlandschaften weltweit.

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