Fahndungserfolg

22-Jährige erstochen - Tatverdächtiger festgenommen

Ahaus - Drei Tage lang war europaweit nach dem Mann gefahndet worden, der eine 22-jährige Frau im münsterländischen Ahaus getötet hatte. Jetzt klickten am Baseler Hauptbahnhof die Handschellen.

Nach der tödlichen Messerattacke auf eine junge Frau in Ahaus im Münsterland hat die Polizei den mutmaßlichen Täter auf der Flucht in der Schweiz festgenommen. Der Mann wies sich bei einer Kontrolle mit einer deutschen Asylbescheinigung aus, wie die Ermittler in Münster und Borken mitteilten. Laut Staatsanwaltschaft Münster waren das in der Flüchtlingshilfe engagierte Opfer und der tatverdächtige 27-jährige Nigerianer miteinander bekannt. In welchem Verhältnis beide zueinander standen, ist demnach Gegenstand der weiteren Ermittlungen. 

Ersten Ermittlungsergebnissen zufolge seien die beiden miteinander bekannt gewesen, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Botzenhardt. Die Frau sei seit längerem in der Flüchtlingshilfe der Caritas in Ahaus tätig gewesen. Ob der Asylbewerber die junge Frau in diesem Kontext kennenlernte, sei Gegenstand der Ermittlungen, sagte Botzenhardt.

Der Täter hatte der 22-Jährigen am frühen Samstagmorgen an einer Straße in Ahaus zahlreiche Stichverletzung in Oberkörper und Hals zugefügt, an deren Folgen die Frau im Krankenhaus starb.

Die Ermittler in Deutschland wollen nun die Auslieferung des Festgenommenen in die Wege leiten, um ihn nach seiner Ankunft in Deutschland zu befragen. Die Staatsanwaltschaft Münster hatte am Wochenende einen Haftbefehl gegen ihn erwirkt. Der Mann war europaweit zur Festnahme ausgeschrieben.

Derzeit sitzt der per internationalem Haftbefehl gesuchte 27-Jährige in der Schweiz in Haft. Die Staatsanwaltschaft Münster hat seine Auslieferung beantragt. Er soll erst nach seiner Ankunft in Deutschland befragt werden.

Hinweise auf eine frühere Straffälligkeit des 27-Jährigen haben die deutschen Behörden nicht, wie der Münsteraner Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte. Auch habe das Opfer im Vorfeld der Tat keine Strafanzeige gegen den dringend Tatverdächtigen erstattet.

afp/dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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