Schrecklicher Chemie-Unfall

Zahl gestiegen: 24 Tote bei Raffinerie-Explosion in Mexiko

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Angehörige, die auf das Werksgelände wollen, werden von Soldaten aufgehalten. Foto: Ángel Hernández

Coatzacoalcos - Die Zahl der Opfer steigt weiter. Erst einen Tag nach der schweren Detonation können die Rettungskräfte ins Zentrum der Unglücksstelle vorrücken. Präsident Peña Nieto sagt den Familien der Toten Unterstützung zu.

Die Zahl der Todesopfer nach der Explosion in einem petrochemischen Werk im Osten Mexikos ist weiter angestiegen. Mindestens 24 Menschen seien bei dem Unglück ums Leben gekommen, teilte der staatliche Erdölkonzern Pemex am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Allerdings seien bislang erst zwölf Tote identifiziert worden.

Zuvor war von 13 Toten die Rede gewesen. Die weiteren Leichen seien entdeckt worden, als die Rettungskräfte direkt an die Unglücksstelle in der Stadt Coatzacoalcos im Bundesstaat Veracruz vorrückten. Das war aus Sicherheitsgründen bislang nicht möglich gewesen.

Insgesamt wurden über 100 Menschen bei der Explosion verletzt. 19 Menschen seien noch immer im Krankenhaus, 13 von ihnen seien schwer verletzt, teilte Pemex mit. Acht Menschen gelten weiterhin als vermisst.

Die Explosion hatte sich am Mittwoch auf dem Werksgelände der Firma PMV ereignet. PMV ist ein Gemeinschaftsunternehmen des staatlichen Erdölkonzerns Pemex und der petrochemischen Firma Mexichem. Sie stellt Vinylchlorid her - eine Grundsubstanz für die Herstellung von Plastikrohren.

Die Unglücksursache wurde weiter untersucht. Offenbar sei ein brennbarer Stoff ausgetreten und habe sich entzündet, sagte Pemex-Direktor José Antonio González Anaya. In der Produktion komme unter anderem Chlor und Methan zum Einsatz. Die Tanks und Leitungen auf dem Werksgelände seien nun vorsichtshalber geleert worden.

Staatspräsident Enrique Peña Nieto inspizierte am Donnerstag die Unglücksstelle und besuchte die Verletzten im Krankenhaus. Den Angehörigen der Todesopfer sagte er Unterstützung zu.

dpa

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