Noch müssen Astronauten Windeln tragen

28.000 Euro verdienen: Nasa sucht Lösung für Weltraum-Klo

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Notdurft im Weltall: Die Nasa sucht nach einer sinnvollen Lösung für die menschlichen Bedürfnisse im All.

Washington. Die US-Raumfahrtagentur Nasa sucht kreative Lösungen für einen Toilettengang im Weltall. Wer eine gute Idee hat, kann damit jetzt 28.000 Euro verdienen.

Bis zum 20. Dezember kann jeder Vorschläge einreichen, wie Raumfahrer solche Bedürfnisse in der Schwerelosigkeit künftig ohne Windeln erledigen können.

Die Prämie: Das in den Astronautenanzug integrierte System müsse so konzipiert sein, dass es über eine Dauer von sechs Tagen Urin, Kot und Menstruationsblut sammle, schreibt die Nasa in ihrem Internetaufruf mit dem Titel „Space Poop Challenge“ (frei übersetzt: Weltraum-Kot-Wettbewerb). Die drei besten Ideen werden mit je 30.000 Dollar (rund 28.000 Euro) prämiert.

Hier kann man seine Vorschläge bei der Nasa einreichen

Die bisherige Lösung:  Raumschiffe haben zwar Toiletten – beim Start, der Landung und während des Einsatzes im Außenbereich müssen die Astronauten jedoch immer spezielle Windeln tragen. Das Tragen der Windeln ist auch notwendig, falls im All Unfälle passieren und dadurch die Bordtoilette nicht geht. Die Windeln halten den Angaben nach höchstens einen Tag lang, ohne Hautausschläge und im schlimmsten Falle sogar Infektionen zu verursachen.

Das Problem: Das Problem ist, dass sich Raumfahrer auf den Flügen ins Weltall in einem abgeschlossenen Schutzanzug befinden, in dem sie sich selbst nicht anfassen können. „Sie können sich auch nicht selbst an der Nase kratzen“, erklärt die Nasa. Deswegen müsse die Raumfahrertoilette weitgehend automatisch arbeiten. Kot und Urin können in der Schwerlosigkeit nach dem Ausscheiden außerdem an Flächen haften, wenn sie nicht vollständig abgesaugt werden.

Die Mission: Mit dem Raumschiff Orion will die Nasa in gar nicht so ferner Zukunft Menschen bis zum Mars bringen. Der erste bemannte Probeflug zum Mond ist voraussichtlich für das Jahr 2023 vorgesehen. Die Wettbewerber sollen mit ihren Ideen sicherstellen, dass bei diesen Touren alle Aspekte des menschlichen Lebens berücksichtigt sind, heißt es im Aufruf der Nasa.

Die drei mit Abstand besten Entwürfe sollen in den nächsten drei bis vier Jahren von der Nasa zur Einsatzreife weiterentwickelt werden. (dpa/dob)

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