Jerusalem

3.700 Jahre alte Befestigungsanlage entdeckt

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Eine 3700 Jahre alte Befestigungsanlage ist in Jerusalem gefunden worden.

Jerusalem - Archäologen haben in Jerusalem eine 3.700 Jahre alte Mauer entdeckt. Sie ist das älteste Exemplar massiver Befestigungsanlagen, die je in der Stadt gefunden wurden, erklärte die israelische Altertumsbehörde.

Es wird vermutet, dass die fast neun Meter hohe Mauer von den Kanaanitern gebaut wurden und Teil eines geschützten Durchgangs war, der von einer Festung auf einem Hügel zu einer nahegelegenen Quelle führte. Die Quelle war die einzige Wasserversorgung der Stadt und damit ein Ziel für Angreifer. Es ist das erste Mal, dass Archäologen derart massive Bauwerke aus der Zeit vor Herodes fanden, erklärte Ronny Reich, Ausgrabungsleiter und Professor an der Universität Haifa.

Der Fund zeige, dass die Menschen in Jerusalem im mittleren Bronzezeitalter bereits zum Bau komplexer Projekte fähig waren. Ein kleiner Teil der Mauer wurde schon 1909 entdeckt, in Ausgrabungen wurde nun aber ein etwa 26 Meter langer Teil freigelegt. Aus finanziellen Gründen werde jedoch vorerst auf weitere Grabungen verzichtet, sagte Reich. Die Mauer soll der Öffentlichkeit ab (dem morgigen) Donnerstag zugänglich sein.

AP

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