40 Jahre Playmobil – Happy Birthday schöne Plastikwelt!

Seit Generationen nicht mehr aus den Kinderzimmern wegzudenken: Playmobil. Das Unternehmen aus dem fränkischen Zirndorf wird heuer 40 Jahre alt. Zeit für eine Hommage an die wundervolle Plastikwelt!

1974 machte Visionär Horst Brandstätter aus der Not eine Tugend. Steigende Ölpreise verzehnfachten in der damaligen Ölkrise den Kunststoffpreis, weshalb Großartikel wie Dachverkleidungen, Kindermöbel und Co., die Brandstätters Unternehmen damals produzierte, zunehmend unrentabler wurden. Die geniale Idee, einfach auf Systemspielzeug, das viel weniger von dem teuren Rohstoff benötigt, umzusatteln, sollte in den folgenden Jahrzehnten weltweit die Kinderzimmer für immer verändern.

Heute sind die verschiedenen Playmobil Themenwelten fester Bestandteil vieler glücklicher Kindheiten. Playmobil-Fans können aus über 20 verschiedenen Spielewelten auswählen. Die Pioniere waren vor 40 Jahren der „Wilde Westen“, die „Baustelle“ und die „Ritterzeit“. Das sind mittlerweile echte Klassiker, die im Übrigen noch immer zu den meistgefragten Playmobil-Motiven zählen.

Sondereditionen für Sammler

Stets bemüht sich das Unternehmen darum, neue, zeitgemäße Spielsets zu entwerfen. Auch Sonderserien stehen auf dem Programm der Zirndorfer. So werden beispielsweise jährlich Sonderpackungen von Playmobil für Galeria Kaufhof  produziert, die nur dort erhältlich sind und Kinder- wie Sammlerherzen höher schlagen lassen. Im Wahlkampfjahr 2006 bekam Horst Seehofer, der auf seiner Franken-Tour den Hauptsitz der Firma in Zirndorf besuchte, die Bundeskanzlerin Angela Merkel als Playmobilfigur überreicht. Die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner bekam auf der diesjährigen Spielwarenmesse in Nürnberg ihr Ebenbild in Form des bekannten Plastikpüppchens mit frechem Kurzhaarschnitt und rot-schwarzem Dirndl verliehen.

Auch das Wahrzeichen der Stadt Magdeburg, das steinerne Standbild des Magdeburger Reiters aus der Stauferzeit, gibt es als Playmobil-Version. Das historische Stadtwahrzeichen wurde 2006, anlässlich der Ausstellung des Europarates „Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation“ von Playmobil porträtiert.

Spielspaß auch ohne Hollywood-Lizenzen

 Während sich die dänische Konkurrenz Lego beim Spielzeug-Design von Hollywood-Filmen inspirieren lässt, geht Playmobil andere Wege. Die Themenwelten sollen zeitlos sein und die individuelle Fantasie der Kinder anregen. Mediale Trends sind aber durchaus im Sortiment von Playmobil zu erkennen.

So wurde beispielsweise die klassische Piratenwelt erweitert, als „Fluch der Karibik“ zum Kassenschlager an den Kinokassen wurde, die Westernwelt erlebte zusammen mit dem Disney-Hit „Lone Ranger“ einen neuen Aufschwung und die Playmobilreihe „Dinos“ ist wohl auch dem Erfolg von „Jurrasic Park“ geschuldet.

Neben allgemeinen Trends reagiert Playmobil auch auf die Wünsche seiner treuesten Fans: den Kindern. Monatlich gehen über 100 Briefe von Kindern mit Vorschlägen und Ideen für neue Figuren bei Playmobil ein. Alle Posteingänge, die zum Teil detaillierte Zeichnungen enthalten, werden von Playmobil gelesen und beantwortet. Hans Beck, der Vater und Schöpfer der weltberühmten Plastikfiguren kann den 40. Geburtstag seiner Schöpfung leider nicht mehr feiern, er verstarb bereits vor fünf Jahren.

Der anhaltende Erfolg seiner Männchen würde ihn aber sicher freuen. Mittlerweile kommen pro Sekunde sogar mehr Playmobilfiguren als Menschen auf die Welt. Ganze 3,2 Plastikfiguren erblicken pro Sekunde das Licht der Welt. Bis heute wurden insgesamt 2,7 Milliarden Playmobil-Figuren verkauft, aneinandergereiht würden sie 3,4 Mal um den Äquator reichen.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Playmobil!

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