Ungewöhnlicher Einsatz

Todkranker Hund steckt in Stau fest: Fehlende Rettungsfasse behindert Einsatzkräfte

Heilbronn: Der kleine Hund Tucker kämpfte um sein Leben und wurde in letzter Sekunde aus dem Stau gerettet.
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Heilbronn: Der kleine Hund Tucker kämpfte um sein Leben und wurde in letzter Sekunde aus dem Stau gerettet.

Rettung in letzter Sekunde: Bei einem Stau auf der A6 hilft die Polizei einem todkranken Hund. Doch der Einsatz verläuft nicht komplett reibungslos.

Heilbronn - Eine Rettungsgasse bei Stau rettet bekanntlich Menschenleben. Dass sie aber auch Tierleben retten kann, zeigte sich am Montag (09.08.2021). Als eine Frau ihren todkranken Hund Tucker in die Heilbronner Tierklinik fahren wollte, blieb sie in einem kilometerlangen Stau stecken. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Heilbronn rief die Besitzerin kurz darauf verzweifelt die Polizei an.

Die Heilbronner Rettungskräfte handelten rasch und eskortierten den kleinen Vierbeiner über die Rettungsgasse in die Tierklinik. „Nach Aussage der Ärzte gerade noch rechtzeitig um Tuckers Leben zu retten“, wie die Heilbronner Polizei auf ihrer Facebookseite berichtete.

Stau auf der A6 bei Heilbronn: „Zahlreiche Fahrzeuge blockierten den Weg“

Doch die Rettungsaktion verlief nach Angaben des Polizeipräsidiums Heilbronn alles andere als gut. „Zahlreiche Fahrzeuge blockierten den Weg, einige versuchten sich sogar an das eskortierende Polizeiauto dranzuhängen“, schreibt die Heilbronner Polizei auf ihrer Facebookseite.

Das Polizeipräsidium gibt auf seiner Facebookseite, Tipps, für das richtige Verhalten bei einem Stau:

  • Sobald sich ein Stau bildet (auch schon bei stockendem Verkehr), müssen Autofahrer und alle anderen, die am Straßenverkehr teilnehmen auch eine Rettungsgasse bilden
  • Die Rettungsgasse wird immer zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen gebildet
  • Wer gegen die Vorschrift zur Bildung einer Rettungsgasse verstößt, muss mit mindestens 200 Euro Bußgeld und zwei Punkten in Flensburg rechnen. In besonderen Fällen drohen bei Verstößen bis zu 320 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot oder sogar eine Strafanzeige und der Entzug der Fahrerlaubnis.
  • Eine Rettungsgasse darf auch nach der Durchfahrt des ersten Einsatzfahrzeugs nicht wieder geschlossen werden. Es könnten weitere Rettungsfahrzeuge folgen. (Ares Abasi)

Dass die Polizei ein Herz für Tiere hat, zeigte sich bereits im Juni, als Einsatzkräfte einen Habicht an der Autobahn* retteten. *op-online.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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