Tabubruch oder Inszenierung?

Abgeordnete stillt Baby während einer Rede

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Larissa Waters, Abgeordnete der australischen Grünen, stillt während einer Sitzung des Parlaments in Canberra ihre drei Monate alte Tochter. Während Waters von vielen Usern im Netz Zuspruch für ihren offenen Umgang mit ihrem Kind bekommt, werfen ihr andere den Showeffekt vor. Foto: Lukas Coch

Canberra (dpa) - Im Mai war Larissa Waters die erste Politikerin der australischen Geschichte, die im Parlament von Canberra ihrem Baby die Brust gab - nun ging sie noch einen Schritt weiter: Die grüne Senatorin stillte ihre drei Monate alte Tochter, während sie eine Rede vor den Abgeordneten hielt.

"Das erste Mal, dass ich einen Antrag im Senat eingebracht habe, während ich stille", schrieb sie auf Twitter. Während Waters von vielen Usern im Netz Zuspruch für ihren offenen Umgang mit ihrem Kind bekommt, werfen ihr andere vor, auf den Showeffekt aus zu sein. Anfang vergangenen Jahres hatte das australische Parlament eine Regelung gekippt, die es Müttern verbot, im Sitzungssaal zu stillen. Waters war an dieser Änderung der Hausordnung beteiligt.

Im Oktober 2016 hatte ein Video von einer Rede der isländischen Politikerin Unnur Bra Konradsdottir im Parlament für Aufsehen gesorgt: Auch die Abgeordnete der Unabhängigkeitspartei hatte ihrer kleinen Tochter während ihres Beitrags kurzerhand die Brust gegeben, weil diese partout gerade dann Hunger hatte.

Twitter Larissa Waters

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