Ägyptische Polizei verhaftet TV-Moderator

Präsidenten Mohammed Mursi.

Kairo - Nach einem Aufruf zur Ermordung des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi ist der Eigentümer eines Fernsehsenders am Sonntag festgenommen worden.

Nach seinen monatelangen Attacken gegen Mursi und seine Muslimbruderschaft hatten die Behörden im August Taufik Okaschas Fernsehsender geschlossen und ihn wegen Verhetzung angeklagt. Die Festnahme am Sonntag erfolgte aber wegen einer Reihe von Vorwürfen wie Stromdiebstahl und Ausstellen eines geplatzten Schecks, wie die Polizei mitteilte.

Okascha war einer der beliebtesten Fernsehmoderatoren in der Zeit nach dem Sturz von Präsident Husni Mubarak. In den Wochen vor der Schließung seines Senders stilisierte er sich zum Vorkämpfer gegen die Übermacht der Muslimbruderschaft hoch. Beobachter waren dennoch überrascht über die Festnahme, da die meisten prominenten Ägypter bei ähnlichen Vorwürfen mit einer Geldstrafe davonkommen.

Am Sonntag bestätigten Vertreter des Justizministeriums außerdem die Einleitung eines Verfahrens gegen Mubaraks ehemaligen Ministerpräsidenten Ahmed Schafik wegen Vorwürfen aus seiner Zeit als Minister für zivile Luftfahrt. Der Schritt war bereits vor drei Wochen durchgedrungen.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.