Ein "älteres Machu Picchu" in Peru

Peru - Diese Ruinen erzählen von einer Epoche weit vor dem Reich der Inka: In 3200 Metern Höhe thront die prähistorische Stadt Marcahuamachuco über dem Hochland des südamerikanischen Landes.

Über ihre Erbauer ist nur wenig bekannt. Archäologen gehen davon aus, dass die Stadt von 440 bis 1200 nach Christus bewohnt war. Sie wäre damit rund tausend Jahre älter als die legendäre Inka-Stadt Machu Picchu in den peruanischen Anden.

John Hurd berät Regierungen in aller Welt bei der Bewahrung ihres Kulturerbes. Diese archäologische Stätte beeindruckt ihn besonders. "Was mir sofort aufgefallen ist, war die atemberaubende Offenheit", sagt er. Einheimische haben hier ihre Hütten gebaut und lassen ihr Vieh auf dem historischen Gelände weiden. Die Restaurierung der Anlage ist eine Herausforderung.

Julio Vargas, Experte für die Rekonstruktion archäologischer Stätten erklärt:"Früher hätten die Erbauer Schäden einfach repariert, ohne darüber nachzudenken. Heute müssen wir etwas reparieren, das einen besonderen Wert hat - wegen seiner einzigartigen Botschaft und seiner Authentizität."

Die Inka-Stadt Machu Picchu ist für Peru ein gewaltiger Publikumsmagnet. Marcahuamachuco soll mit Hilfe ausländischer Experten nun restauriert und zu einer neuen Einkommensquelle auch für die örtliche Bevölkerung werden. Viele Experten wünschen sich, dass die prähistorische Metropole zum Weltkulturerbe erklärt wird. Dann wäre Peru um ein Weltwunder reicher.

Rubriklistenbild: © brightcove

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