111-jähriger Japaner

Ist das der älteste Mann der Welt?

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Der Japaner Sakari Momoi dürfte mit 111 Jahren aktuell der älteste Mann der Welt sein.

New York - Der älteste Mann der Welt ist mit 111 Jahren in New York gestorben. Sein wahrscheinlicher Nachfolger ist nur einen Tag jünger.

Der 111-jährige Alexander Imich sei am Sonntagmorgen in einem Altenheim in Manhattan verschieden, bestätigte das Guinness Buch der Rekorde am Montag. Imich war im April von der in Kalifornien ansässigen Gerontology Research Group, die eine Liste der über 110 Jahre alten Menschen führt, als ältester Mann der Welt bestätigt worden.

Laut Guinness Buch wird bereits nach Imichs Nachfolger als ältester Mann gesucht. Nach Informationen der "New York Times" dürfte der Titel nun an den Japaner Sakari Momoi gehen, der am 5. Februar 1903 und damit einen Tag nach Imich geboren wurde.

Das unglaubliche Leben des Dr. Imich

Der gebürtige Pole war nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA eingewandert. Seit 1986 lebte er im Altersheim. Das Guinness Buch würdigte Imichs abenteuerlichen Lebenslauf, der oftmals eng mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verbunden war.

"Was für ein unglaubliches Leben Dr. Imich führte - als Jugendlicher kämpfte er gegen die Bolschewiken, er promovierte in den 20er Jahren, überlebte ein sowjetisches Arbeitslager, verlor durch die Nazis einen Großteil seiner Familie, wanderte 1951 mit seiner Frau Wela in die USA aus und verfolgte eine erfolgreiche Karriere als Chemiker und Parapsychologe", erklärte Guinness-Chefredakteur Craig Glenday. Imich sei ein Vorbild für alle, die "das Bestmögliche aus ihrer begrenzten Zeit auf der Erde machen wollen".

In einem Fernsehinterview hatte Imich über das Geheimnis seines hohen Alters einst gescherzt: "Ich weiß nicht, ich bin einfach nicht früher gestorben." In anderen Interviews erklärte er dagegen sein langes Leben damit, dass er und seine 1986 verstorbene Frau nie Kinder gehabt hätten. Nach eigenen Angaben trieb er regelmäßig Sport, hielt sich beim Essen zurück und trank keinen Alkohol.

AFP

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