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Kahlschlag bei ARD und ZDF? Mehrere TV-Sender stehen 2023 vor dem Aus

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Von: Lucas Maier

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Vieles in der deutschen Medienlandschaft gehört zu den öffentlich Rechtlichen. Ab 2023 könnte sich hier einiges ändern.

Kassel – Öffentlich rechtliche Sender sind fest in der deutschen Medienlandschaft verankert. Insgesamt besteht das Programm in Rundfunk und Fernsehen aus 21 Medienanstalten. Darunter große Sender wie ZDF und ARD, aber auch kleinere Regionalprogramme, wie der Hessische Rundfunk oder alpha, das geht aus der Website des Rundfunkbeitrages hervor.

Die Landschaft verändert sich immer wieder. So wurde nach den Anschlägen des 11. September 2001 der Nachrichtenkanal Tagesschau24 ins Leben gerufen. Mit federführend war hier der im September verstorbene ehemalige WDR-Intendant Fritz Pleitgen. Bald könnte es wieder zu massiven Veränderungen kommen.

ARD, ZDF und Co.: Ab Juli 2023 gelten neue Regeln

Die Idylle von ARD, ZDF und Co. könnte bald aus sein, den im Juli 2023 wird ein neuer Medienstaatsvertrag in Kraft treten. „Wir brauchen dafür einen Runden Tisch, der einen neuen Gesellschaftsvertrag ausarbeitet. Eine Art verfassungsgebende Versammlung für unseren neuen, gemeinnützigen Rundfunk“, sagte der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow mit Blick auf den Vertrag, wie die Deutsche Presse-Agentur schreibt.

Medienlandschaft in Deutschland: Veränderung durch Medienstaatsvertrag.
Medienlandschaft in Deutschland: Veränderung durch Medienstaatsvertrag. (Symbolbild) © Marius Becker/dpa

Für bis zu sieben Sender des Öffentlich-Rechtlichen könnte das bedeuten, dass sie gänzlich von der Bildfläche verschwinden, wie die TV-Expertinnen und Experten von TvSpielfilm berichten. Hintergrund ist, dass ARD und ZDF ab Juli 2023 selbst über die Anzahl der Sender entscheiden dürfen.

Öffentlich-rechtlicher Rundfunk: Ein Zwang besteht keinesfalls

Allerdings besteht kein Zwang, die Sender abzuschalten, beruhigt TvSpielfilm seine Lesenden. Und selbst wenn der ein oder andere Sender eingestampft werden sollte, kann es gut sein, dass das Programm des Senders internetbasiert weiterläuft.

Egal wie es ab Juli 2023 weitergeht, der Rundfunkbeitrag bleibt auch mit dem neuen Staatsvertrag unangetastet. In Kassel sorgte der Beitrag zuletzt für Zwangsvollstreckungen. Welche Sender gestrichen werden könnten, ist ebenso noch vollkommen unklar, wie TvSpielfilm schreibt. (Lucas Maier)

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