Airbus könnte vor Absturz kehrtgemacht haben

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Das ferngesteuerte französische Tiefseefahrzeug "Victor 6000"

Paris - Die vor knapp einem Jahr abgestürzte Air-France-Maschine hat möglicherweise kurz vor dem Unfall kehrtgemacht. Entsprechend ist die Suche nach dem Wrack nun verlagert worden. Wird das Rätsel bald gelöst?

Das derzeitige Suchgebiet befinde sich etwa 40 Kilometer südwestlich der letzten bekannten Position des Airbus A330, bestätigte das französische Amt für Unfallanalysen (BEA) am Montag bei Paris. Sollte das Wrack dort gefunden werden, bedeute dies, dass die Maschine umgedreht habe, sagte BEA-Direktor Jean-Paul Troadec.

Die Gründe dafür seien aber weiterhin nicht bekannt. Die Suche nach den Flugschreibern im Atlantik war in der vergangenen Woche verlagert worden, nachdem frühere Signale der Flugschreiber mit einem neuen Computerprogramm neu ausgewertet worden waren.

Das norwegische Schiff “Seabed Worker“, das zwei unbemannte U- Booten und einen Tauchroboter an Bord hat, werde das Gebiet vermutlich bis Mittwoch abgesucht haben, sagte Troadec. Wenn bis dahin nichts gefunden sei, könne man den Radius aber noch einmal ausweiten.

Nach Informationen der Website lefigaro.fr deutet die neue Analyse der Signale darauf hin, dass die beiden Flugschreiber drei bis acht Kilometer voneinander entfernt seien. Das könne unter anderem daran liegen, dass das Meer in der Region sehr tief und der Meeresboden sehr zerklüftet seien.

Der Airbus A330 war am 1. Juni 2009 auf einem Nachtflug von Rio nach Paris abgestürzt. Dabei kamen alle 228 Menschen an Bord ums Leben. Kurz zuvor waren die Geschwindigkeitsmesser und mehrere Geräte ausgefallen. Die Auswertung der Flugschreiber könnte den Unfallverlauf klären. Am 1. Juni soll auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise eine Gedenkfeier für die Angehörigen der Opfer stattfinden.

dpa

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