Studie weist Alkohol in Colas nach

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Coca-Cola garantiert einen alkoholfreien Genuss ihrer Getränke. Das gilt aber nicht für andere Hersteller.

Paris - Strenggläubige Muslime und Abstinenzler sollten eigentlich auf Cola-Getränke verzichten. Das ist das Ergebnis einer Studie des französischen Verbraucherschutzinstituts INC.

Bei einer Untersuchung von 19 Sorten fanden Wissenschaftler jetzt in 10 von ihnen Spuren von Alkohol. Darunter waren auch die der großen Marken. Der nachgewiesene Alkoholanteil sei mit weniger als 10 Milligramm pro Liter (0,001 Prozent) äußerst gering, aber eindeutig, so die Zeitschrift „60 Millions de consommateurs“, die die Studie in Auftrag gegeben hatte.

In Deutschland ist bekannt, dass sich Alkohol in minimalen Mengen in Erfrischungsgetränken finden lässt. So regelt die Fruchtsaft- und Erfrischungsgetränkeverordnung vom vergangenen Mai, dass es bis zu zwei Gramm pro Liter geben dürfe. Der Stoff könne in die Getränke kommen, weil Aromen verwendet werden oder andere Zutaten gären. Zugesetzt werden dürfe Alkohol aber nicht.

In der EU müssen Getränke erst dann als alkoholhaltig deklariert werden, wenn sie mehr als 1,2 Volumenprozent Alkohol enthalten. Mit einem Anteil von unter 0,001 Prozent liegen die Cola-Getränke deutlich darunter.

Das Magazin „60 Millions de consommateurs“ bezeichnete es als wesentlich besorgniserregender, dass die bekanntesten Sorten der Marktführer Coca-Cola und Pepsi umgerechnet 17 bis 18 Stück Würfelzucker pro Liter enthielten.

Eine Sprecherin von Coca-Cola Deutschland teilte der Nachrichtenagentur dpa mit: „Coca-Cola bietet ausschließlich nicht-alkoholische Getränke an. Alkohol ist keine Zutat unserer Rezeptur und entsteht auch nicht bei der Herstellung. Es findet ebenfalls keine Gärung statt.“ Allerdings könnten in manchen Inhaltsstoffen wie zum Beispiel Fruchtsäften geringe Mengen Alkohol natürlicherweise vorkommen. Aromen und Aromaextrakte könnten Alkohol enthalten, würden aber nur in sehr geringen Mengen verwendet.

dpa

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