Alkohol am Steuer : Kein Versicherungsschutz

Karlsruhe - Der Bundesgerichtshof (BGH) bleibt hart bei Alkoholfahrten: Wer volltrunken Auto fährt, kann seinen Versicherungsschutz verlieren.

Das entschieden die Karlsruher Richter in einem am Mittwoch veröffentlichten Urteil. Damit stärkten sie erneut die Interessen von Versicherern.

Ein Mann war mit mehr als 2,1 Promille Alkohol im Blut in eine Grundstücksmauer gefahren. Als er seiner Versicherung den Schaden meldete, zahlte diese zunächst, wollte dann aber das Geld zurück. Sie berief sich dabei auf die Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung: Danach kann die Versicherungsleistung bei grob fahrlässig verursachten Schäden gekürzt werden.

Promillegrenzen im EU-Ausland

Promillegrenzen im Ausland
Alkohol trinken und Autofahren - die Gesetze dazu sind in Europa unterschiedlich. Der erlaubte Alkohol-Gehalt im Blut reicht von 0,0 bis 0,8 Milligramm Alkohol pro Gramm Blut. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,0: Estland, Kroatien, Rumänien, Slowakei, Tschechien, Ungarn. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,2: Norwegen, Polen, Schweden. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,3: Serbien. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,4: Litauen. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
In den meisten Ländern liegt die Promillegrenze wie in Deutschland bei 0,5. © dpa
Promillegrenzen im Ausland
Promillegrenze 0,8: Großbritannien, Irland (soll in diesem Jahr auf 0,5 gesenkt werden), Malta. © dpa

Eine Kürzung auf Null sei in Ausnahmefällen möglich, wenn der Autofahrer so fahrlässig sei, dass man ihm schon fast eine vorsätzliche Trunkenheitsfahrt unterstellen müsse, so die Richter jetzt. Außerdem sei immer eine Abwägung der Umstände des Einzelfalles nötig (Az. IV ZR 251/10). Der BGH hatte bereits in einem ähnlichen Fall ein vergleichbares Urteil gefällt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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