Striktere Gesetze befürchtet

Amerikaner kaufen Waffenregale leer

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Die Amerikaner wollen nicht auf ihr Waffen-Recht verzichten.

Washington - Warteschlangen und leere Regale - in den USA hat angesichts einer befürchteten Gesetzes-Verschärfung ein wahrer Ansturm auf die Waffenläden eingesetzt.

Die Anzahl der Waffenkäufe in den USA ist in den vergangenen Wochen rapide gestiegen - offensichtlich aus Sorge, dass es bald schärfere Waffenkontrollgesetze geben könnte. In manchen Läden stünden die Menschen Schlange, um sich rasch mit einer Schusswaffe einzudecken, berichtete die „New York Times“ am Samstag. Auch Magazine, mit denen ohne Nachladen viele Schüsse abgegeben werden könnten, seien heiß begehrt. Leere Vitrinen und Regale würden in Waffengeschäften in vielen Bundesstaaten zum gewohnten Bild.

US-Präsident Barack Obama hatte nach dem Amoklauf im Dezember in Newtown mit 27 Toten entschlossenes Handeln gegen die Waffengewalt im Land gefordert. Eine von ihm eingesetzte Arbeitsgruppe unter Leitung seines Vize Joe Biden wird voraussichtlich am Dienstag Vorschläge für künftige Beschränkungen bei Waffenkäufen vorlegen. Zu den möglichen geplanten Maßnahmen zählen unter anderem ein Verkaufsverbot für halbautomatische Waffen und besonders große Magazine sowie gründlichere Personenüberprüfungen bei Waffenkäufen.

Allerdings ist es fraglich, ob Obama deutliche Verschärfungen im Kongress durchsetzen könnte. Die Waffenlobby-Organisation NRA lehnt Restriktionen entschieden ab. Ihr Einfluss auch in Washington ist groß.

Wie gut kennen Sie Amerika?

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Willkommen in Amerika - die Freiheitsstatue unmittelbar vor Manhatten galt Millionen von Auswanderern, die die USA erreichten, als Sinnbild für das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In 214 Kisten erreichte die Freiheitsstatue, die in Paris hergestellt wurde.  den Hafen von New York. An welchem Tag war das? A: 17. Juni 1885 oder B: 28. Oktober 1886 © dpa
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Antwort A ist richtig. Die französische Fregatte Isère lief am 17. Juni 1885 in New York ein. Am 28. Oktober 1886 wurde die Statue von dem damaligen US-Präsidenten Grover Cleveland vor tausenden Zuschauern eingeweiht. © dpa
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Am 20. Januar 2009 um 12 Uhr endete die Amtszeit des Amerikanischen Präsidenten George W. Bush.  Sein Vater George H.W. Bush war der 41. Präsident der Vereinigten Staaten. Wie lange waren Vater und Sohn insgesamt an der Macht? A: 16 Jahre oder B: 12 Jahre © dpa
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Antwort B ist richtig. George H.W. Bush war von 1989 bis 1993 US-Präsidente. Sein Sohn George W. Bush von 2000 bis 2008. © dpa
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Rot, blau und weiß sind die Farben der Amerikansichen Flagge. Insgesamt sind es 50 Sterne und 13 Streifen. Für was stehen die "Stars and Stripes"? A: Für die Anzahl der Präsidenten und Senatoren oder B: Für die Anzahl der Bundes- und Gründerstaaten © dpa
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Antwort B ist richtig. Sie besteht aus insgesamt 13 abwechselnd roten und weißen Streifen, die für die Gründungsstaaten stehen. Jeder der heute im blauen Feld befindlichen 50 weißen Sterne symbolisiert je einen Bundesstaat der Vereinigten Staaten. © dpa
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Die USA besteht auf 50 Bundesstaaten. 48 davon liegen im Kerngebiet der Vereinigten Staaten. Welche beiden Bundesstaaten befinden sich nicht dort? A: Alaska und Hawaii oder B: Texas und Florida © dpa
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Antwort A ist richtig. Die Bundesstaaten Alaska und Hawaii befinden sich nicht im Kernland der USA. Hawaii liegt zirka 4000 Kilometer vom Festland entfernt. Alaska und Hawaii wurden erst 1959 zu amerikanischen Bundesstaaten. © dpa
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Er ist wohl einer der bekanntesten US-Präsidenten: J. F. Kennedy. Für welchen Vornamen steht das F? A: Frank oder B: Fitzgerald © dpa
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Antwort B ist richtig. John Fitzgerald Kennedy wurde am 29. Mai 1917 als zweitältester Sohn von Joseph P. Kennedy und Rose Fitzgerald Kennedy in Brookline, Massachusetts geboren. © dpa
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Die Route 66 galt ab 1926, abgesehen vom Lincoln Highway, als eine der ersten durchgehenden Straßenverbindungen zur US-amerikanischen Westküste. Durch wie viele Bundesstaaten verläuft die Route 66 und wie lang ist sie? A: 5 Bundesstaaten und 4249 Meilen oder B: 8 Bundesstaaten und 2448 Meilen. © dpa
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Antwort B ist richtig. Die symbolträchtige Ost-West-Verbindung wurde ab dem Jahr 1926 Stück für Stück als „US Highway 66“ ausgebaut. Im Jahre 1933 fuhr Erwin Baker von New York nach Los Angeles in der Rekordzeit von 53 Stunden.Erst im Jahre 1937 wurde die Asphaltierung der Straße vollendet. © dpa
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New York City - eine der größten und beeindruckensten Städte der Welt, aber wissen Sie, wie viele Menschen dort wohnen? A: 5,4 Millionen oder B: 8,2 Millionen. © dpa
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Antwort B ist richtig. Die Einwohnerzahl von New York hat sich seit Anfang des 20. Jahrhunderts verdoppelt. Seit 1825 war die Stadt durch die Lage am Atlantischen Ozean und den Wasserweg des Hudson Rivers ins Inland der Anlaufpunkt für Einwanderer aus der ganzen Welt. Die weitere Entwicklung machte New York zur größten Industriestadt und zur Finanzmetropole. © dpa
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Das Oktoberfest in München. Jährlich strömen hundertausende von Besuchern in die Landeshauptstadt, um das größte Volksfest der Welt zu besuchen. Wissen sie, wie viele Amerikaner im September 2008 in München zu Gast waren? A: 22401 oder B: 31799 © dpa
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Antwort B ist richtig. Im September waren in München 31799 Amerikaner zu Gast. Das sind rund 10000 mehr als im August oder Oktober. © dpa
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Er ist der 44. Präsident der Vereinigten Staaten, aber wissen Sie, wie er seinen Kaffee zum Frühstück trinkt? A: Mit Milch und Zucker oder B: er mag gar keinen Kaffee © dpa
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Antwort B ist richtig. Barack Obama trink überhaupt keinen Kaffee. Am liebsten trink er schwarzen Eistee. © dpa

Der „New York Times“ zufolge haben Waffenhändler bereits seit der Wiederwahl von Obama im November eine erhebliche Zunahme der Waffenkäufe registriert. Der Demokrat hatte sich in der Vergangenheit wiederholt dafür ausgesprochen, zumindest den Verkauf halbautomatischer Waffen zu verbieten - ohne allerdings in seiner ersten Amtszeit dahingehend aktiv zu werden. Seit dem Blutbad in Newtown vom 14. Dezember gebe es aber geradezu einen Ansturm in den Läden.

Das spiegelte sich auch in der hohen Zahl von Personenüberprüfungen wider, die vor vielen - aber nicht allen - Waffenkäufen durchgeführt werden. So habe es laut der National Shooting Sports Foundation, einer Organisation der Waffenindustrie, im Dezember 2,2 Millionen solcher „Background Checks“ gegeben. Das sei ein Anstieg von 58,6 Prozent im Vergleich zum Dezember 2011.

„Wenn ich 1000 AR-15s hätte, könnte ich sie innerhalb einer Woche verkaufen“, zitiert die Zeitung einen Waffenhändler in Des Moines (Iowa) mit Bezug auf jenes halbautomatische Gewehr, mit dem der Amokschütze von Newtown 20 Kinder und sechs Frauen getötet hatte. „Wenn ich schließe, dann hämmern sie an das Schaufenster, um reingelassen zu werden. Sie winken mir mit ihren Geldscheinen zu.“

dpa

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