Geräte störten sich offenbar gegenseitig

Funkpanne bei der Polizei während des Münchner Amoklaufs

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In München kam es im Juli zu einem tödlichen Amoklauf.

München - Offenbar ist es während des Amoklaufs in einem Münchner Einkaufszentrum im Juli zu einer Funkpanne bei der Polizei gekommen. Polizisten mussten zum Teil ihre privaten Handys nutzen.

Beim Amoklauf am 22. Juli im Olympiaeinkaufszentrum (OEZ) hat der Digitalfunk der Münchner Polizei nicht richtig funktioniert – das zeigen interne Unterlagen, die dem BR vorliegen. So kam es innerhalb des OEZ und im Stachus-Untergeschoss zu Verbindungsproblemen bis hin zum totalen Funkabriss!

Seit dem Sommer funkt die bayerische Polizei digital. Die Umstellung von Analog auf Digital hat rund eine Milliarde Euro gekostet. An dem Abend, als der 18-jährige David S. neun Menschen und sich selbst tötete, mussten die Polizisten aber zum Teil ihre privaten Handys nutzen. Denn gleich nach der Eingangstür zum OEZ und auch im Parkhaus, wo sich der Amokläufer längere Zeit aufgehalten hat, hatten die Polizisten schlechten bis gar keinen Empfang, berichten der BR-Hörfunk und das Politikmagazin Kontrovers. Dort hätten sich mehrere Funkgeräte, die sich im Umkreis von zirka zwei Metern befanden, derart gegenseitig gestört, dass keine Funktion mehr möglich gewesen sei. Einige Einsatzkräfte waren gar nicht mehr erreichbar, in einem Fall drei bis fünf Minuten lang nicht.

Dem Bayerischen Rundfunk hat Innen-Staatssekretär Gerhard Eck, der Leiter der Projektgruppe Digitalfunk, allerdings erklärt, dass ihm nichts von längeren Störungen bekannt sei. Dabei sei das nicht das erste Mal, dass es Probleme mit dem Digitalfunk gegeben habe. Polizisten kritisieren schon seit Jahren, dass es in München in vielen größeren Gebäuden, in der U-Bahn und auch am Flughafen Funkstörungen gibt. Probleme gab es auch schon bei anderen Großeinsätzen, wie etwa der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar.

tz

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