Vater von Tim K. vor Gericht

Zweiter Prozess um Amoklauf von Winnenden

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Die Richter am Landgericht Stuttgart eröffnen am Mittwoch den zweiten Prozess gegen den Vater des Amokläufers von Winnenden und Wendlingen.

Stuttgart - Seit Mittwoch steht der Vater des Amokläufers von Winnenden zum zweiten Mal vor Gericht. Mit seiner Waffe, die er unverschlossen im Schlafzimmerschrank aufbewahrte, soll er die Bluttat seines Sohnes erst ermöglicht haben.

Auch bei der zweiten Auflage des Prozesses gegen den Vater des Amokschützen Tim K. könnte der Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden. (Az.: 7 KLs 112 Js 21916/09). Der Vorsitzende Richter erteilte zum Auftakt am Mittwoch vor dem Landgericht Stuttgart einen entsprechenden rechtlichen Hinweis. Angeklagt ist der Unternehmer aber nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Das Gericht hatte den Mann im ersten Anlauf im Februar 2011 unter anderem wegen fahrlässiger Tötung in 15 Fällen zu einem Jahr und neun Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Wegen eines Verfahrensfehlers kassierte der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil jedoch. Der Angeklagte hatte die Waffe unverschlossen im Schlafzimmer aufbewahrt, mit der sein Sohn am 11. März 2009 in Winnenden und Wendlingen insgesamt 15 Menschen und sich selbst erschoss.

Etliche Zivilklagen

Der Strafprozess wird nicht das einzige juristische Nachspiel des Amoklaufes von Winnenden bleiben. Zahlreiche Zivilklagen auf Schadenersatz und Schmerzensgeld stehen im Raum. Eine ist nach Auskunft eines Gerichtssprechers bereits beim Landgericht Stuttgart anhängig, und zwar von einem verletzten Polizisten. Diese Klage sei aber noch nicht zugestellt.

Amoklauf in Realschule bei Stuttgart

Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ein Opfer des Amokläufers wird geborgen. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ein Opfer liegt vor dem Schulgebäude. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Forensiker suchen die Umgebung nach verwertbaren Spuren ab. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Forensiker suchen die Umgebung nach verwertbaren Spuren ab. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Forensiker suchen die Umgebung nach verwertbaren Spuren ab. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Insgesamt forderte der Amoklauf 16 Tote, darunter den Täter selbst. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Das Gelände der Albertville-Realschule wurde abgesperrt. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Auf dem Gelände befinden sich neben der Real- auch eine Grundschule und ein Gymnasium. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Das Gebiet um die Schule wurde abgesperrt und bewacht. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ein 17-jähriger Ex-Schüler ist am Mittwochvormittag in einem Schulzentrum im baden-württembergischen Winnenden Amok gelaufen. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Tatort war die Albertville-Realschule. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Polizisten am Tatort. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Die Schüler wurden evakuiert. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Die Schüler wurden evakuiert. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Die Schüler wurden evakuiert. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Die Schüler wurden evakuiert. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Etwa tausend Beamte waren im Einsatz. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Das Gebiet um die Schule wurde abgesperrt und bewacht. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Das Gebiet um die Schule wurde abgesperrt und bewacht. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
SEK-Beamte auf dem Dach der Albertville-Realschule. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Schüler im Schulgebäude von Winnenden. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Etwa eintausend Beamte waren im Einsatz. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ein bislang unbekannter Täter ist am Mittwochvormittag in einem Schulzentrum im baden-württembergischen Winnenden bei Stuttgart Amok gelaufen. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Unzählige Beamte waren im Einsatz. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Schüler im Schulgebäude © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Baden-Württembergs Polizeipräsident Erwin Hettger, Ministerpräsident Gühter Oettinger und Innenminister Heribert Rech, von links, treffen vor der Albertville Realschule in Winnenden bei Stuttgart ein. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Unzählige Beamte waren im Einsatz. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Die Polizei-Beamten ziehen vom Tatort ab. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Rettungskräfte versorgen die Verletzen vor Ort. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Schüler einer der Albertville-Realschule benachbarten Schule beobachten das Geschehen. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ein Polizist sichert die Straße, die zur Realschule führt. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ganz Deutschland ist geschockt von dem Amoklauf, auch diese Anwohnerin lässt ihren Gefühlen freien lauf. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Dies ist das Haus in Weiler am Stein, in dem der mutmaßliche Täter bei seinen Eltern wohnte. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Dies ist das Haus in Weiler am Stein, in dem der mutmaßliche Täter bei seinen Eltern wohnte. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Polizisten an der Haustür des mutmaßlichen Täters. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Dies ist das Haus in Weiler am Stein, in dem der mutmaßliche Täter bei seinen Eltern wohnte. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Dies ist das Haus in Weiler am Stein, in dem der mutmaßliche Täter bei seinen Eltern wohnte. © ap
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Im Internet gab es fast sekündlich neue Meldungen zum Amoklauf, auch in Netzwerken wie StudiVZ oder Twitter. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Polizei und Rettungskräfte stehen an der Albertville-Realschule in Winnenden. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Nach dem tödlichen Amoklauf sperren bewaffnete Polizisten und Mitarbeiter der Spurensicherung ein Gelände im Industriegebiet von Köngen ab. Hier endete die Flucht des 17-jährigen Täters. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ende der Verfolgung des Täters in Köngen. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ende der Verfolgung des Täters in Köngen. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Ein leichenwagen verlässt das Gelände im Industriegebiet von Köngen. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Außenaufnahme des Krankenhauses für Psychiatrie und Neurologie Winnenden. Auch hier erschoss der Amokläufer einen Menschen. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Außenaufnahme des Krankenhauses für Psychiatrie und Neurologie Winnenden. Auch hier erschoss der Amokläufer einen Menschen. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Schweigeminute für die Opfer von Winnenden in Erfurt, wo vor einigen Jahren ebenfalls ein Amoklauf stattfand. © dpa
Amoklauf in Realschule bei Stuttgart
Schüler nehmen Anteil am Geschehenen. © ap

Die Stadt Winnenden bei Stuttgart hat Forderungen von rund 14 Millionen Euro angekündigt. Der Waiblinger Rechtsanwalt Jens Rabe und seine Mitarbeiter überprüfen die vorliegenden Rechnungen auf Schadenersatzfähigkeit. Rabe vertritt zudem Forderungen von rund 30 Hinterbliebenen. Dabei rückt auch das Weinsberger Weissenhof-Klinikum in den Fokus. Der Anwalt hatte bereits 2011 darauf hingewiesen, dass neben dem Vater des Amokschützen Tim K. auch die Psychiatrie verklagt werden soll, in welcher der Amokschütze mehrfach untersucht worden sei. Es müsse geklärt werden, ob die Ärzte die Gefahr erkannten, die von Tim K. ausging, und ob sie ihn richtig behandelten.

Auch die Verteidigung des angeklagten Vaters wirft diese Frage auf. Der Abschlussbericht der Klinik belege, dass die Ärzte keine Gefahr für Selbstmord oder Schädigung Dritter durch Tim K. gesehen hätten, sagte Strafverteidiger Hans Steffan. „Woher soll der Vater diese Kenntnis gehabt haben, und warum werden diese Spezialisten nicht zur Verantwortung gezogen?“

Chronologie zum Winnenden-Prozess:

12. März 2009: Bereits einen Tag nach dem Amoklauf beginnen Ermittlungen gegen den Vater von Tim K. wegen Verstoßes gegen das Waffenrecht.

16. März 2009: Die Staatsanwaltschaft Stuttgart leitet gegen den Vater des 17-jährigen Täters ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung ein. Die Eltern sollen Kenntnis von den psychischen Problemen ihres Sohnes gehabt haben.

12. November 2009: Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger weist die Staatsanwaltschaft an, gegen den Vater Anklage zu erheben und sich nicht wie bis dahin geplant mit einem Strafbefehl zu begnügen.

27. November: Die Staatsanwaltschaft erhebt Anklage. Sie lautet auf fahrlässige Tötung in 15 Fällen, fahrlässige Körperverletzung in 13 Fällen und Verstoß gegen das Waffengesetz. Die Höchststrafe für fahrlässige Tötung liegt bei fünf Jahren Haft.

6. Mai 2010: Das Landgericht Stuttgart lässt die Anklage der Staatsanwaltschaft zu. Der Vater muss sich aber zunächst nur wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

16. September 2010: Zu Prozessbeginn kündigt der Vorsitzende Richter an, der Angeklagte könne auch wegen fahrlässiger Tötung verurteilt werden.

28. September 2010: Ein Freund des Täters sagt aus, der 17-Jährige habe die Schule schleifen lassen, kaum Freunde gehabt und sei süchtig nach Computer-Ballerspielen gewesen.

30. September 2010: Die Polizei rekonstruiert den Verlauf der Tat in einer 3-D-Animation. Laut Erkenntnissen der Ermittler kannte der Amokläufer den Code zum Waffenschrank seines Vaters nicht.

19. und 21. Oktober 2010: Der Angeklagte meldet sich krank. Es wird bekannt, dass es Morddrohungen gegen ihn gibt.

26. Oktober 2010: Der Angeklagte erscheint nicht mehr vor Gericht. Die Kammer hält seine Anwesenheit für verzichtbar.

11. November 2010: Der Amokläufer soll Ärzten einer psychiatrischen Klinik knapp ein Jahr vor der Tat gesagt gehaben, dass er „einen Hass auf die ganze Welt hat und Leute umbringen will“. Dies berichtet eine Betreuerin der Familie.

23. November 2010: Die Betreuerin nimmt ihre Aussage zurück, dass die Eltern über Tötungsfantasien des Sohnes informiert gewesen seien.

16. Dezember 2010: Die Familienbetreuerin widerruft den Widerruf.

Die schlimmsten Amokläufe an Schulen

Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
19. Februar 2002: In Freising erschießt ein 22-Jähriger drei Menschen und dann sich selbst. Unter den Opfern ist der Direktor der Wirtschaftschule, von der er suspendiert worden war. © dpa
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19. Februar 2002: Erst erschießt der Amokläufer zwei Männer von einer Dekorationsfirma in Eching, dann fährt er in seine ehemalige Schule. © dpa
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19. Februar 2002: In der Wirtschaftsschule in Freising tötete der Amokläufer den Schulleiter, verletzte einen Lehrer schwer und tötete anschließend sich selbst. © dpa
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19. Februar 2002: Der Screenshot aus einem Polizeivideo zeigt ein Klassenzimmer mit Computern in der Freisinger Wirtschaftsschule. Vor dem Raum hatte der Amokläufer eine Rohrbombe gezündet. © dpa
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19. Februar 2002: Polizeiaufgebot vor der Wirtschaftsschule in Freising. © dpa
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Schüler bringen ein Trauerplakat am Eingang der Wirtschaftsschule in Freising an. © dpa
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19. Februar 2002: Die Polizei sucht mit Sprengstoffhunden nach weiteren Spuren des Amoklaufs in Freising.  © dpa
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Die Tatwaffen vom Amoklauf in Freising. © dpa
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Mehrere hundert Menschen besuchten in Freising im Hohen Dom den Trauer-Gottesdienst. © dpa
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26. April 2002: Ein Blumenmeer an der Eingangstür des Erfurter Gutenberg-Gymnasium erinnert an die Opfer des Schulmassakers von Erfurt. Bei der Bluttat erschoss ein 19-Jähriger 16 Menschen und sich selbst. © dpa
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26. April 2002: Die Polizei sichert die Umgebung des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums. © dpa
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26. April 2002: In einem Fenster des Erfurter Gutenberg-Gymnasiums ist ein Zettel mit der Aufschrift "Hilfe" angebracht, während im Hintergrund ein Polizist den Raum untersucht. © dpa
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Der 19-Jährige Amokläufer von Erfurt: Robert Steinhäuser. © dpa
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Am Freitag, den 26. April 2002  stürmte Steinhäuser das Gymnasium und tötete während eines Amoklaufes 16 Menschen und sich selbst. © dpa
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Ein Absperrband der Polizei trennt am 27. April 2002 vor dem Gutenberg-Gymnasium in Erfurt die Presse von den Trauernden. © dpa
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26. April 2002: Der ehemalige Schüler hatte zwölf Lehrer, zwei Schüler, eine Sekretärin, ein Polizisten und anschliessend sich selbst erschossen. Gegen 11 Uhr hallte die ersten Schüsse durch das Schulgebäude. © dpa
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Coburg, 2. Juli 2003: Schüler Florian K. tötete sich nach Schüssen auf zwei Lehrer. Eine Schülerin legt einen Zettel an ein Trauergebinde vor der Coburger Realschule 2. © dpa
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Das Bild vom zeigt die Coburger Realschule 2 von oben. © dpa
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2. Juli 2003: Ein Großaufgebot an Rettungskräften steht vor der Coburger Realschule 2. © dpa
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Coburg, 2. Juli 2003: Schüler flüchteten panikartig aus dem Klassenzimmer im ersten Stock. Die Lamellen gingen dabei zu Bruch.  © dpa
Bestatter tragen am Mittwoch (02.07.2003) den Sarg mit dem Leichnam eines 16-jährigen Schüler der Coburger Realschule 2 aus dem Gebäude. © dpa
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2. Juli 2003: Eine Lehrerin versuchte noch den Schüler davon abzuhalten sich selbst zu erschießen. © dpa
Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
Mit dieser Pistole Walther PPK, schoss Florian am 2. Juli 2003 auf die Lehrer. Mit dem Colt (l) der Marke Python 357 Magnum erschoss sich der 16-Jährige dann selbst. © dpa
Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
20. November 2006: Ein 18-jähriger Amokläufer verletzt in seiner ehemaligen Schule in Emsdetten 37 Menschen und nimmt sich danach das Leben. © dpa
Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
20. November 2006: Im Kampfanzug und Waffe posierte Sebstian B. im Internet. Er wollte einmal der Größte sein. © dpa
Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
20. November 2006: Sondereinsatzkräfte der Polizei im Einsatz an der Geschwister-Scholl-Schule in Emsdetten. © dpa
Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
20. November 2006: Selbstporträt des Schülers. Nach seiner Tat richtet er sich mit einem Schuss in den Kopf selbst. © dpa
Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
20. November 2006: Mit dieser Perkussionswaffe, 15 mm Laufdurchmesser nahm sich der Amokläufer das Leben.  © dpa
Amoklauf- Schulen-Amok-Waffen-Schüler
Im Internet veröffentlichte der Täter Parolen. © dpa

11. Januar 2011: Die Staatsanwaltschaft plädiert auf zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

27. Januar 2011: Die meisten Anwälte der Nebenkläger fordern in ihren Plädoyers, den Unternehmer nicht mit einer Bewährungsstrafe davonkommen zu lassen.

01. Februar 2011: Der Angeklagte erscheint wieder vor Gericht und zeigt Reue. Enttäuscht sind die Angehörigen dennoch, denn er wartete damit, bis seine Verteidiger Freispruch forderten.

10. Februar 2011: Das Gericht verurteilt den 52-Jährigen wegen 15-facher fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung in 14 Fällen sowie wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten.

Juni 2011: Die Verteidiger des Vaters legen Revision ein.

22. März 2012: Wegen eines Verfahrensfehlers kassiert der Bundesgerichtshof Karlsruhe das Urteil. Die Verteidigung habe keine Gelegenheit gehabt, die Familientherapeutin als wichtige Zeugin zu befragen, heißt es.

14. November 2012: Das zweite Verfahren gegen den Vater beginnt. Fast alles muss neu aufgerollt werden, mit Ausnahme des Tatablaufs in der Realschule.

dpa

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