"Andere dürfen viel mehr": Eltern sollten zu Regeln stehen

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Die Freunde dürfen angeblich stundenlang vorm Computer sitzen? Eltern sollten an den eigenen Erziehungsregeln für den jugendlichen Nachwuchs festhalten, so lange sie diese für sinnvoll halten. Foto: Maurizio Gambarini

Kommt der Nachwuchs in die Pubertät, stehen die elterlichen Regeln auf dem Prüfstand. Da fallen schnell mal Sätze wie: "Meine Freunde dürfen auch den halben Tag am Computer sitzen". Eine Onlineberatung verrät, welche Strategien für Eltern am besten funktionieren.

Fürth (dpa/tmn) - "Mein Freund darf immer bis 0 Uhr wegbleiben", "Ganz viele Mädchen aus meiner Klasse haben diese Schuhe": Jugendliche sind meist sehr kreativ, wenn sie zu Hause erzählen, welche Regeln bei anderen gelten.

Stur am eigenen Regelsystem festzuhalten, bringt genauso wenig, wie sich von anderen Eltern verunsichern zu lassen. "Manchmal hilft es, sich mit anderen Erwachsenen abzustimmen und nachzufragen: Wie läuft das bei euch?", sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Dann können sich Mutter und Vater überlegen: Kann ich mich dem anschließen?

Falls nicht, sollte man zu seinen eigenen Regeln und Grenzen stehen - und diese Jugendlichen so gut wie möglich erklären. Dass der eigene Nachwuchs das dann doof findet, gehört dazu. Zwischendrin schadet es aber nicht, die eigenen Regeln immer mal wieder auf den Prüfstand zu stellen: Ist das Kind älter geworden und kann jetzt mehr Verantwortung übernehmen?

Manchmal tendieren Eltern dazu, selbst aus ihrer Jugend zu erzählen - und das als Argument heranzuziehen, nach dem Motto "Als ich in deinem Alter war, durfte ich viel weniger." Das funktioniert meistens nicht. Heute sind andere Zeiten als früher, und Teenager sind meist wenig beeindruckt davon, was ihre Eltern vor etwa 25 oder 30 Jahren durften oder nicht.

Onlineberatung für Eltern

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