Breivik-Prozess: Oslos Zentrum war "Kriegsgebiet"

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Der Prozess um den Massenmörder Anders Breivik kann noch Monate dauern.

Oslo - Der Einsatzleiter der norwegischen Polizei hat vor Gericht das Chaos nach dem Bombenanschlag in Oslo im vergangenen Sommer beschrieben. Ein Wachmann erzählte von einer ganz besonderen Schrecksekunde.

Tor Langli erklärte, nach ersten Informationen sei er von zwei Tätern ausgegangen und zwei weiteren Sprengsätzen, die noch nicht explodiert seien. Dem angeklagten Attentäter Anders Behring Breivik war es gelungen, nach dem Anschlag auf die Insel Utöya zu fahren und dort in einem Jugendlager 69 Menschen zu töten.

Breivik-Prozess: Hier ist der Mörder zu Tränen gerührt

Zum ersten Mal seit Beginn des Prozesses zeigt Andres Breivik Gefühle. © dpa
Der Grund: Das Gericht zeigt ein Video, dass der Attentäter im Internet hochgeladen hatte. © dpa
Dem 33-Jährigen traten Tränen in die Augen, als er das Machwerk wieder sah, das er vor den Anschlägen von Oslo und Utøya mit 77 Toten im Internet hochgeladen hatte. © dpa
Am Montag hat in Norwegen die Verhandlung gegen Anders Behring Breivik begonnen. Die Richter müssen vor allem entscheiden, ob Breivik zurechnungsfähig ist. © dpa
Das wird für den weiteren Prozess entscheidend sein. © dpa
Im Gerichtssaal streckte der geständige Attentäter seinen Arm mit geballter Faust aus. © dpa
Breivik
Im Gerichtssaal streckte der geständige Attentäter seinen Arm mit geballter Faust aus. © dpa
Die Richterin Wenche Arntzen eröffnete die Verhandlung. © dpa
Anders Behring Breivik machte deutlich, dass er das Gericht nicht anerkennt © dpa
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. © dpa
Die Staatsanwältin Inga Bejer Engh trägt die Anklageschrift vor © dpa
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. © dpa
Anders Behring Breivik im Gerichtssaal. © dpa
Breivik mit seinem Verteidiger Geir Lippestad © dpa
Breivik mit seinem Verteidiger Geir Lippestad © dpa
Breivik Prozess Bilder
Der geständige norwegische Attentäter Anders Behring Breivik muss sich ab Montag für den Tod von 77 Menschen verantworten. © dapd
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Vor dem Gericht wurde zum Gedenken der Opfer eine Rose festgebunden. © dpa
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Anders Breivik wird vom Gefängnis zum Gericht gebracht. © dpa
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Anders Breivik wird vom Gefängnis zum Gericht gebracht. © dpa
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Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm. © dpa
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Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm. © dpa
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Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm. © dpa
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Der geständige norwegische Attentäter Anders Behring Breivik muss sich ab Montag für den Tod von 77 Menschen verantworten. Vor dem Amtsgericht Das öffentliche Interesse an dem Fall ist enorm.Oslo ist er wegen Terrorismus und vorsätzlichen Mordes angeklagt. © dpa
Breivik Prozess Bilder
Das psychiatrische Expertenteam im Gerichtssaal. © dpa
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Das psychiatrische Expertenteam im Gerichtssaal. © dpa
Das öffentliche Interesse am Prozess ist groß: Journalisten im Presseraum des Gerichtsgebäudes. © dpa
Von dort verfolgen Reporter aus der ganzen Welt den Prozess auf großen Leinwänden. © dpa
Die Anwälte des wegen Massenmordes Angeklagten Norwegers Anders Behring Breivik, (l-r) Odd Ivar Groen, Tord Jordet, Vibeke Hein Baera und Geir Lippestad © dpa
Die Anwälte des wegen Massenmordes Angeklagten Norwegers Anders Behring Breivik, (l-r) Geir Lippestad, Vibeke Hein Baera, Odd Ivar Groen und Tord Jordet © dpa
Die Anklage zeigt Waffen und Hilfsmittel, die von Breivik benutzt wurden. © dpa
Die Anklage zeigt Waffen und Hilfsmittel, die von Breivik benutzt wurden. © dpa
Die Anklage zeigt Waffen und Hilfsmittel, die von Breivik benutzt wurden. © dpa

Langli sagte, zuerst habe er Angaben über einen Verdächtigen mit nichtnordischem Aussehen erhalten, der den Tatort im Regierungsviertel von Oslo verlassen habe. Später habe es dann geheißen, ein Verdächtiger mit nordischem Äußeren sei gesehen worden. Deshalb sei er von zwei Täter ausgegangen. Langli erklärte weiter, später habe er von den Schüssen auf Utöya erfahren. “Ich dachte, dass es eine Verbindung gibt“, sagte er. “Aber ich hatte dafür keine Beweise." Und an Breivik gewandt: “Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es zwei Menschen mit so vielen verrückten Ideen gibt.“

Tatort als Kriegsgebiet beschrieben

Ein Wachmann bezeichnete die Lage in der Innenstadt von Oslo nach dem Bombenanschlag mit acht Todesopfern als Kriegsgebiet. Tor Inge Kristoffersen sagte am Dienstag aus, er habe am Tag der Tat mit Kollegen im Untergeschoss eines Hochhauses im Regierungsviertel Dienst gehabt. Sie hätten gerade eine Sicherheitskamera neu ausgerichtet, um das Nummernschild eines verdächtigen Fahrzeugs zu kontrollieren, als der Wagen explodiert sei. “In dem Moment, als wir an das Nummernschild herangezoomt hatten, explodierte das Auto“, sagte Kristoffersen.

Der Sprengstoffexperte Svein Olav Christensen zeigte vor Gericht Fotos vom Tatort. Die Bombe riss Löcher in den Beton unter dem Auto und das Kellergeschoss darunter.

Breivik hat die Taten gestanden, weist aber eine Schuld im juristischen Sinn von sich. Der Prozess soll noch weitere neun Wochen dauern.

dapd

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