Mit Armbrust, Chloroform und Salzsäure

Angeklagter gesteht Geiselnahme aus Liebesfrust

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Vor dem Landgericht Ulm hat der Angeklagte am Donnerstag gestanden.

Ulm - Er soll eine Bekannte drei Tage lang gefangen gehalten, bedroht und geschlagen haben. Vor dem Landgericht Ulm hat ein 28 Jähriger jetzt gestanden und zeigt sich reuig. 

Der 28-Jährige ist angeklagt, eine 29 Jahre alte Bekannte drei Tage lang gewaltsam in einer Wohnung festgehalten zu haben. Zu Prozessbeginn verlasen seine Verteidiger am Donnerstag eine Erklärung, wonach ihr Mandant die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft einräumt. „Es tut mir unendlich leid“, ließ der 28-jährige Arbeiter wissen. Als Motiv nannte der Angeklagte die zerbrochene Beziehung und die Sehnsucht zum seinem Kind, das er ein Jahr lang vor der Tat nicht gesehen habe.

Laut Anklage soll der Mann die Schwester seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit Handschellen gefesselt, sie mit einer Schreckschusspistole und einer Bombenattrappe bedroht haben. Neben der Geiselnahme wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten auch gefährliche Körperverletzung vor. Die Geisel soll er dazu gezwungen haben, seine Ex-Freundin in die Wohnung zu locken. Dazu habe er sich eine Armbrust, Chloroform sowie Salz- und Schwefelsäure beschafft. Als die ehemalige Lebensgefährtin in die Wohnung kam, soll ihr der Angeklagte mehrfach mit einem Schlagstock auf den Kopf geschlagen haben. Schließlich stellte sich der Angeklagte der Polizei.

dpa

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