Angriff auf Grundschüler in China

Messerattacke wegen Angst vor Weltuntergang

Peking - Geistige Verwirrung und Angst vor dem angeblich drohenden Weltuntergang steckt möglicherweise hinter der Messerattacke eines Mannes, der in Zentralchina 23 Grundschüler und eine ältere Frau verletzt hat.

Gegen den 36-jährigen Ming Yongjun wurde am Montag Haftbefehl erlassen, wie die Behörden mitteilten. Der Mann sei „von den Gerüchten über das bevorstehende Ende der Welt psychologisch stark beeinflusst worden“, schrieb die Nachrichtenagentur Xinhua.

Die genauen Motive für die Bluttat müssten aber noch weiter untersucht werden. Der 36-Jährige war am Freitagmorgen in das Haus einer älteren Frau in Chenpeng im Kreis Guangshan (Provinz Henan) eingedrungen, hatte sie geschlagen und mit ihrem Küchenmesser verletzt. Anschließend ging Min Yongjun in die Grundschule und stach auf die Kinder ein, von denen 23 verletzt wurden. Lehrer und Polizisten überwältigten ihn schließlich.

An diesen Orten geht die Welt bestimmt nicht unter

Es gibt sie tatsächlich: Die Hölle auf Erden - zumindest dem Namen nach. Auf den Cayman Inseln gibt es eine bizarre schwarze Steinformation, deren Felsen die Form von Flammen haben und die als „Hell“ (Hölle) bezeichnet werden. Dort gibt es sogar ein Postamt, wo Touristen Ansichtskarten mit dem Poststempel "Hell, Grand Cayman" erhalten. Und wer bereits in der Hölle weilt, muss einen drohenden Weltuntergang wohl kaum fürchten. © Tripadvisor
Ob verstecken allein reicht, um der angeblichen Apokalypse zu entkommen, ist nicht sicher. Aber wenn, dann auf, unter oder am Ende der „Brücke ins Nichts“. Denn wo nichts ist, kann man auch nichts und niemanden finden. Die "Bridge to Nowhere" überspannt den 40 Meter breiten Abgrund über dem Maungaparua Stream im Whanganui-Nationalpark auf der Nordinsel von Neuseeland. © Tripadvisor
Weltuntergangsfanatiker können den 21. Dezember auch auf dem Mars abwarten. Wem der Flug ins Weltall zu lange dauert, zu teuer oder gar zu strapaziös ist, der kann es auch in der Kleinstadt Mars in Pennsylvania versuchen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Während man auf das Ende der Welt wartet, kann man sich die Zeit in Restaurants, dem Kino oder der Bibliothek vertreiben. © Tripadvisor
Die Hoffnung stirbt zuletzt – wieso also nicht frohen Mutes ans Kap der guten Hoffnung fahren? Was kann bei diesem Namen schon schief gehen? © Tripadvisor
Alternativ könnte man der Apokalypse auch in Rom, der ewigen Stadt, harren. Erbaut auf sieben Hügeln, um dem Ansturm fremder Mächte zu trotzen hat Rom bereits unzählige Male den drohenden Untergang abgewehrt. Der 21. Dezember ist deshalb sicher nur ein Katastrophen-Tag wie jeder andere auch. © Tripadvisor
Wer die apokalyptischen Interpretationen des Maya-Kalenders für einen einzigen Humbug hält, sich nicht im Nirgendwo verstecken, oder gleich den Weg zur Hölle antreten will, der nimmt das Ganze mit einer ordentlichen Portion Humor. Wo? In der Humor Monastery, Rumänien natürlich. Das Kloster wurde 1530 erbaut, 1786 geschlossen und schließlich im Jahr 1990 wiedereröffnet. © Tripadvisor

Die meisten Kinder erlitten Kopfverletzungen oder Schnitte an Händen und Ohren, berichtete die Staatsagentur. Keiner der Verletzten sei in einem kritischen Zustand. Wie die Prophezeiungen über den Weltuntergang den 36-Jährigen beeinflusst haben, war zunächst unklar. Er leide seit langem unter Epilepsie, schrieb Xinhua. Sein gesundheitlicher und psychologischer Zustand sowie seine Fähigkeit zur Selbstkontrolle werden nach Behördenangaben untersucht.

dpa

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