Anklage gegen Autobomber vom Times Square

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Der 30-jährige Faisal Shahzad muss sich in zehn Punkten vor einem amerikanischen Bundesgericht in New York verantworten.

New York - Der mutmaßliche Autobomber vom Times Square ist offiziell angeklagt worden. Er muss sich in zehn Punkten vor Gericht verantworten. Sechs könnten ihn lebenslänglich hinter Gitter bringen.

Demnach muss sich der 30-jährige Faisal Shahzad in zehn Punkten vor einem amerikanischen Bundesgericht in New York verantworten. Ihm wird Verschwörung, ein versuchter Terrorangriff und der versuchte Einsatz von Massenvernichtungswaffen vorgeworfen. Das berichtete CNN unter Berufung auf eine Erklärung von US-Justizminister Eric Holder.

In der Anklage wird Shahzad weiter bezichtigt, eine Ausbildung im Umgang mit Sprengstoff mitgemacht und Geld von den Taliban in seinem Heimatland Pakistan angenommen zu haben. Sechs der zehn Anklagepunkte könnten Shahzad jeweils lebenslang hinter Gitter bringen.

New York: Bombe auf dem Times Square entschärft

Aufatmen in New York: Auf dem Times Square konnte eine Bombenexplosion vermieden werden. © AP
Der dunkle Nissan Pathfinder mit getönten Scheiben stand direkt vor einer Filiale der Bank of America - nicht weit von dem Ort, wo im September 2001 das World Trade Center durch einen Terroranschlag zerstört wurde. Das Gebiet wurde abgeriegelt. © AP
Auf den Straßen kam es zu Chaos © AP
Der Verkehr kollabierte. © AP
Der abgesperrte Times Square: ein gespenstischer Anblick © AP
Ein Straßenverkäufer, laut Bloomberg Vietnam-Veteran, hatte einen berittenen Polizisten gegen 18.30 Uhr Ortszeit auf Rauch aufmerksam gemacht, der aus einer Kiste auf dem Rücksitz des Geländewagens kam. © dpa
Tausende Menschen kamen nicht in die Broadway-Theater oder in ihre Hotels. © dpa
Acht Stunden lang war der sonst zu den belebtesten Plätzen der Welt zählende Times Square mit seinen bunten Leuchtreklamen menschenleer. © dpa
Während die Touristen an den Absperrgittern ... © dpa
... Fotos der anrückenden Polizei- und Krankenwagen machten ... © AP
... wurde der Wagen zuerst von einem Roboter geöffnet. © AP
Danach untersuchten Experten in gepanzerten Schutzanzügen den Sprengsatz. © AP
Ermittler haben festgestellt, dass es sich eher um einen amateurhaften Sprengsatz handelte © AP
Dennoch entging der Times Square nur knapp einer Katastrophe - die Explosionsgefahr war gegeben © AP

Der Angeklagte stammt aus Pakistan und hatte kurz vor der ihm angelasteten Tat die US-Staatsbürgerschaft erhalten. Er soll am 1. Mai einen Bombenanschlag auf dem mit Tausenden Touristen und Theaterbesuchern bevölkerten Platz versucht haben. Doch der Sprengsatz zündete nicht. Ein Straßenverkäufer wurde auf den Rauch aufmerksam, der aus seinem Geländewagen drang. Er alarmierte die Polizei. Die Bombe konnte entschärfte werden. Niemand kam zu Schaden.

Shahzad wurde zwei Tage später festgenommen. Er saß bereits in dem Flugzeug, mit dem er fliehen wollte. Nach Angaben der Polizei war er geständig und bekannte sich zu dem gescheiterten Anschlag. Er soll auch zugegeben haben, dass er sich Ende 2009 von der militanten Extremistengruppe Tehrik-e Taliban in Pakistan trainieren ließ. Die pakistanische Polizei hat inzwischen mehrere Männer verhaftet, die mit der geplanten Terrorattacke zu tun gehabt sollen. Shahzad ist verheiratet und Vater von zwei kleinen Kindern.

dpa

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