Zweiter Mordanschlag auf Unternehmerfamilie: Täter flüchtig

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Die Villa der Unternehmerfamilie in Brandenburg.

Berlin - Mysteriöse Mordanschläge auf Berliner Unternehmerfamilie: Am Sonntag war ein Wachmann angeschossen worden, der sich schützend vor die Tochter des Firmeninhabers geworfen hatte. Und das war nicht der erste Angriff auf die Familie.

Dutzende Polizisten durchkämmten am Dienstag das Villen-Gelände des Immobilienunternehmers Christian Pepper im brandenburgischen Bad Saarow. Bereits im August war dessen Ehefrau von einem Unbekannten niedergeschlagen und schwer verletzt worden. Der Familie gehört das Europa-Center nahe des Berliner Kurfürstendamms.

So wie es aussieht, riskierte der 31-jährige Wachmann am Sonntag sein Leben für Peppers Tochter. Als Schüsse fielen, hatte sich der Bodyguard nach bisherigen Ermittlungen schützend vor die junge Frau geworfen. Die 23-Jährige blieb unverletzt - der Mann liegt hingegen nach einer Notoperation auf der Intensivstation.

Über die Hintergründe der Attentate auf die Angehörigen des 2003 verstorbenen legendären Investors Karl Heinz Pepper rätselt die Polizei. “Es gibt mehrere Ansätze“, sagte ein Sprecher am Dienstag. Die Ermittler hoffen auf die Hilfe von Nachbarn. Derzeit gibt es lediglich sechs Hinweise. “Bislang sieht es nicht so aus, dass darunter eine heiße Spur ist“, so der Sprecher. 15 Ermittler sollen den Anschlag nun aufklären.

Die Familie steht jetzt unter Polizeischutz. Sie hatte den Bodyguard nach einem brutalen Überfall auf die Unternehmergattin Petra Pepper engagiert. Ein maskierter Unbekannter hatte am 22. August dieses Jahres die 58-Jährige vor der Villa in Bad Saarow niedergeknüppelt. Die Frau wurde schwer verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei beiden Angriffen um denselben Täter handelt.

dpa

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