Neujahr in der Region: Unfälle, Brände

Willkommen 2014: Feuerwehreinsätze, Feiern und ein Neujahrsbaby

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Frohes neues Jahr! Auch in Kassel begrüßten die Menschen mit reichlich Feuerwerk das Jahr 2014.

Kassel/Göttingen/Sydney/Berlin. Mit spektakulärem Feuerwerk und rauschenden Silvesterpartys haben Menschen rund um den Globus den Beginn des Jahres 2014 gefeiert. In der Region ereigneten sich aber gleichzeitig auch Brände, und es kam zu Unfällen und Polizeieinsätzen.

Das neue Jahr begann aber auch mit neuem Leben: Um 6.20 Uhr erblickte in Frankenberg mit Melik das erste Baby 2014 das Licht der Welt.

Abgesehen davon ereigneten sich in Nordhessen und Südniedersachsen aber auch viele Brände und Unfälle, die die Einsatzkräfte in Atmen hielten. In Kassel war deutlich mehr los als sonst. Die Feuerwehr hatte innerhalb von etwa zwölf Stunden mit 14 Bränden zu tun, üblich seien sonst sieben Einsätze in 24 Stunden. In Oedelsheim  (Kreis Kassel) wurde in der Neujahrsnacht eine Scheune ein Raub der Flammen. Es entstand ein Schaden von 100.000 Euro.

Großer Schreck dagegen für die Bewohner eines Wohnhauses in der Neustädter Straße in Fritzlar. In einem Zimmer brach aus bisher unbekannter Ursache ein Brand aus. Personen wurden nicht verletzt, die Bewohner konnten sich selbst in Sicherheit bringen. In Einbeck geriet der Dachstuhl eines unbewohnten Mehrfamilienhauses vermutlich durch ein Silvesterfeuerwerk in Brand. Dabei entstand ein Schaden von 50 000 Euro. Verletzt wurde niemand.

In Willingen stürzte ein offenbar alkoholisierter Mann von einem Hotel-Balkon aus in die Tiefe. Er schwebt in Lebensgefahr. Ebenfalls schwer verletzt wurde ein junger Mann am frühen Neujahrsmorgen bei Diemelsee-Vasbeck. Er prallte bei einem Unfall mit seinem Auto gegen einen Baum. Er wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Fotos: Kassel begrüßt das neue Jahr

Kassel begrüßt das neue Jahr 2014

Fotos: Silvester-Feier im Bergpark

Silvester-Feier im Bergpark Wilhelmshöhe

Aktualisiert um 15.06 Uhr. 

Das neue Jahr hat für die Polizei und Feuerwehr in Niedersachsen und Bremen verhältnismäßig problemlos angefangen. Zwar berichteten die Lagedienste von deutlich mehr Einsätzen als an normalen Wochenenden - insgesamt kam es aber lediglich zu kleineren Vergehen. „Bislang ist es ruhig geblieben“, sagte ein Sprecher des Niedersächsischen Innenministeriums am frühen Mittwochmorgen. Auch in der Landeshauptstadt verlief die Nacht relativ ruhig. „Es gab viele Schlägereien und Streitereien, aber nichts Herausragendes“, sagte ein Polizeisprecher in Hannover.

In Berlin zog es zur größten Party des Landes Hunderttausende zum Brandenburger Tor. Rund zwei Millionen Gäste waren nach Schätzungen der Tourismusgesellschaft Visit Berlin in die Hauptstadt gekommen, um das neue Jahr zu begrüßen. Obwohl es auf der vollen Partymeile auf der Straße des 17. Juni meist friedlich zuging, lieferten sich unweit davon zwei Gruppen von jungen Männern eine Messerstecherei. Drei von ihnen seien verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher in der Nacht zu Mittwoch.

Auch in Köln  wurden in der Neujahrsnacht bei einer Schlägerei sechs Menschen verletzt, einer davon schwer. Wie ein Sprecher der Kölner Polizei am Mittwoch berichtete, hatten sich zwei Gruppen um kurz nach Mitternacht zunächst beschimpft. Später gingen sie mit einem Messer und Knüppeln aufeinander los. In Magdeburg  bewarfen sich zwei Gruppen mit Knallern, die Polizei konnte nach eigenen Angaben aber dazwischen gehen und Schlimmeres verhindern.

Vielerorts kam es zu Unfällen und Bränden wegen Feuerwerkskörpern. Im Berliner Stadtteil Pankow riss ein Böller einem 31-Jährigen die rechte Hand ab. Im bayerischen Aschaffenburg stürzte ein 24-Jähriger beim Zünden eines Feuerwerkskörpers sechs Meter in die Tiefe. Er brach nach Polizeiangaben durch ein Wellblech einer Garage und kam mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus.

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Offenburg in Baden-Württemberg wurden in der Silvesternacht nach Behördenangaben fünf Menschen durch Rauchgas schwer verletzt. Das Feuer war aus zunächst ungeklärter Ursache auf einem Balkon ausgebrochen.

In Hamburg verlor ein 33-Jähriger kurz nach Mitternacht beim Hantieren mit einem Böller den Mittelfinger einer Hand. Ein weiterer 55 Jahre alter Mann zog sich beim Zünden einer Raketenbatterie schwere Verletzungen und Verbrennungen im Gesicht zu. In Thüringen brannten wegen Böllern viele Balkone. In Sachsen -Anhalt brannte in Dessau-Roßlau ein Möbelhaus.

In Berlin rückte die Feuerwehr nach ersten Angaben 450 Mal wegen Bränden aus, insgesamt waren es 1667 Einsätze. Aus einem Hochhaus in Stadtteil Waidmannslust wurden wegen eines Feuers 35 Menschen befreit. In Hamburg  rückte die Feuerwehr insgesamt 1099 Mal aus - im vergangenen Jahr waren es 1076 Einsätze gewesen. (dpa/lni/lhe/rpp)

Party vor dem Brandenburger Tor

Deutschlands größte Silvesterparty: Berlin

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