Anwalt von "Missbrauchs-Vater" legt Revision ein

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Der wegen hunderter Fälle sexuellen Missbrauchs und Misshandlung seiner Kinder und Stiefkinder angeklagte 48-jährige Detlef S. (l.) aus Fluterschen (Kreis Altenkirchen) steht am Dienstag (22.03.2011) in Koblenz vor der Urteilsverkündung im Verhandlungssaal des Koblenzer Landgerichts neben seinem Anwalt Thomas Düber.

Koblenz - Der Anwalt des wegen Missbrauchs an seinen Kindern verurteilten Detlef S. hat Revision eingelegt. Die Verteidigung hofft so, die Strafe auf neuneinhalb Jahre ohne Sicherheitsverwahrung mindern zu können.

Der Anwalt des “Missbrauchsvaters“ aus Fluterschen (Kreis Altenkirchen) hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts Koblenz eingelegt. Jetzt werde der Fall vor dem Bundesgerichtshof (BGH) verhandelt, teilte ein Sprecher des Landgerichts am Mittwoch auf dapd-Anfrage mit.

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Das Landgericht hatte den 48-jährigen Mann in der vergangenen Woche zu einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren und 6 Monaten verurteilt und anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet. Die Verteidigung von Detlef S. hatte dagegen nur neuneinhalb Jahre Haft gefordert und vor allem die Anordnung der anschließenden Sicherungsverwahrung abgelehnt.

Das Koblenzer Gericht sah es als erwiesen an, dass der Familienvater seine leibliche Tochter und zwei seiner Stiefkinder über Jahrzehnte sexuell missbraucht hat. Die beiden Mädchen zwang er zur Prostitution. Mit seiner Stieftochter zeugte er zudem acht Kinder, was aber nicht Gegenstand des Prozesses war. Wann sich der BGH mit dem Fall befassen wird, steht noch nicht fest.

dapd

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