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Geplatztes Riesen-Aquarium in Berlin: Polizei rechnete offenbar zunächst mit Anschlag

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Von: Patrick Huljina, Jennifer Lanzinger

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Das berühmte Riesen-Aquarium DomAquarée in Berlin ist explodiert. Ein Video zeigt die Überreste. Die Leistelle rechnete offenbar zunächst mit einem Anschlag. Der News-Ticker.

Update vom 17. Dezember 2022, 16.13 Uhr: Nach dem Platzen des Aquariums in einem Berliner Hotel sind nach Angaben des Gebäudeeigentümers etwa 630 Fische aus den unterirdischen Zuchtbecken gerettet worden. Diese Fische befanden sich nicht im geplatzten Aquarium Aquadom, sondern in anderen Becken, wie der Sprecher von Union Investment, Fabian Hellbusch, am Samstag mitteilte.

Sie seien auf den Berliner Tierpark, den Zoo, das Sealife im Dom Aquarée und unter einem Netzwerk von Spezialzüchtern verteilt worden. „Dieser Verteilungsvorgang ist aktuell noch nicht abgeschlossen - dies wird morgen vermutlich erledigt sein“, hieß es. Die Maßnahme werde mit Tiermedizinern abgestimmt.

Im Berliner Zoo kamen am Freitagabend bereits drei Kois an, wie eine Sprecherin am Samstag bestätigte. Sie seien derzeit in einem separaten Becken im rückwärtigen Bereich untergebracht. „Vermutlich kommen im Laufe des Tages noch einige Salzwasserfische an.“ Die rund 1500 Fische in dem geplatzten 16 Meter hohen Aquarium hatten nicht ganz so viel Glück. Fast alle wurden herausgespült und starben.

Aquarium in Hotel platzt: „Intensiven Aufräumarbeiten“ am Tag danach

Update vom 17. Dezember 2022, 15.25 Uhr: Einen Tag nach dem Platzen eines großen Aquariums ist vor dem Berliner Hotel vom großen Chaos nicht mehr allzu viel zu sehen. Arbeiter in weißen Schutzanzügen laden am Samstag Schutt in große Baucontainer und transportieren Wannen und Netze ab. Ein großer weißer Bauzaun steht vor dem Gebäude. Der Fokus liege weiter auf den „intensiven Aufräumarbeiten“ im Außenbereich sowie auf Sicherheitsmaßnahmen der zerstörten und beschädigten Läden und offenen Fassaden, teilt Fabian Hellbusch, Sprecher des Gebäudeeigentümers Union Investment, am Samstag mit.

Doch hinter den Mauern dürfte das Chaos nach dem Unglück am Freitag noch gut sichtbar sein. Zwei Menschen, laut Hotel ein Mitarbeiter und ein Gast, wurden leicht verletzt. In dem Gebäudekomplex wurden laut Hellbusch mindestens sechs weitere Läden beschädigt. Die Suche nach der Ursache geht indes weiter. „Es besteht weiterhin Unklarheit, was die Gründe für das plötzliche Bersten des Acrylglaszylinders betrifft“, teilte Hellbusch mit. Hinweise auf einen gezielten, gewaltsamen Anschlag gab es laut Polizei nicht. „Im Moment deutet nichts daraufhin, dass etwas strafrechtlich Relevantes im Raum steht“, sagt eine Polizeisprecherin am Samstag.

Zur Begutachtung der Schäden sollen laut Hellbusch ab Montag Sachverständige die Flächen näher in Augenschein nehmen. Das Gebäude sei bereits am Freitagabend an den Eigentümer übergeben worden. „Es ist nicht einsturzgefährdet“, sagt der Sprecher. Bautechnische Untersuchungen fänden aber weiterhin statt.

Die Gäste des Hotels seien noch am Freitag in ein anderes Hotel gebracht worden, sagt Hellbusch am Samstagmorgen. Man sei in engem Austausch - wie es weitergehe sei noch offen. „Für die Wiedereröffnung des Hotels gibt es verständlicherweise noch keinen Zeitplan“, heißt es. Vorrangig gelte es, das Ausmaß der Schäden aufzunehmen und für Sicherheit bei den Aufräumarbeiten zu sorgen. Auch das Schicksal des Aquadoms sei unklar. „Ob der AquaDom wiederaufgebaut wird oder eine alternative Nutzung in Frage kommt, lässt sich heute noch nicht sagen.“

Aquarium in Hotel platzt: Firma will Team zur Untersuchung nach Berlin schicken

Update vom 17. Dezember 2022, 13.20 Uhr: Eine am Bau des geplatzten Aquariums beteiligte US-amerikanische Firma will ein Team zur Untersuchung des Vorfalls nach Berlin schicken. Das teilte das Unternehmen Reynolds Polymer Technology mit. „Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch zu früh, den Faktor oder die Faktoren zu bestimmen, die zu einem solchen Riss geführt haben.“

Das Unternehmen aus den USA hat nach eigenen Angaben 2002 eine „Zylinderkomponente“ des Tanks hergestellt und installiert. Auf seiner Homepage schreibt das Unternehmen, es habe das Acrylfenster des Aquadoms hergestellt.

Reynolds Polymer spreche den Hotelgästen, allen betroffenen Hotelangestellten und den Verletzten seine „aufrichtige Anteilnahme“ aus. „Wir sind auch zutiefst betrübt über den Verlust von Tieren und Wasserlebewesen. Unser Dank gilt den Mitarbeitern und Ersthelfern, die einige der Fische retten und umbetten konnten“, hieß es.

Aquarium-Unglück in Berlin: Ehemaliger Putz-Taucher äußert sich

Update vom 17. Dezember 2022, 11.45 Uhr: Auch einen Tag nach dem Unglück in Berlin steht die endgültige Ursache für das Platzen des Aquariums noch nicht fest. Ein ehemaliger Taucher des Aquadoms äußerte sich nun.

Update vom 17. Dezember 2022, 10.40 Uhr: Nach dem Platzen des riesigen Aquariums in Berlin ist das Gebäude am Freitagabend an den Eigentümer übergeben worden. „Es ist nicht einsturzgefährdet“, sagte Fabian Hellbusch, Sprecher des Gebäudeeigentümers Union Investment, am Samstagmorgen. Bautechnische Untersuchungen fänden aber weiterhin statt.

Das Hotel, in dem sich das 16 Meter hohe Aquarium befand, sei „bis auf weiteres“ geschlossen. Die Gäste seien noch am Freitag in ein anderes Hotel gebracht worden. Man sei in engem Austausch mit dem Hotel, sagte Hellbusch. In dem Gebäudekomplex wurden demnach mindestens sechs weitere Läden beschädigt. „In der Tiefgarage stehen aktuell immer noch fünf Zentimeter Wasser“, sagte er.

Geplatztes Riesen-Aquarium in Berlin: Polizei rechnete offenbar zunächst mit Anschlag

Update vom 17. Dezember, 8.15 Uhr: Auch am Tag nach dem Unglück in Berlin, ist die genaue Ursache für das Platzen des Aquariums noch nicht bekannt. Wie nun Bild berichtet, sollen Einsatzkräfte von Beginn an jedoch mit einem Anschlag gerechnet haben. Demnach habe der automatische Feuermelder Alarm geschlagen, in der Lobby bot sich ein Anblick massiver Zerstörung. Wie Bild weiter berichtet, habe die Leitstelle zunächst mit einem Terroranschlag gerechnet, deshalb auch schwer bewaffnete Elitepolizisten und gepanzerte Fahrzeuge mit an den Ort des Unglücks geschickt.

Demnach hätten Einsatzkräfte auch zunächst Hotelgäste in Sicherheit gebracht, diese wurden von „schwer bewaffneten Polizisten“ aus dem Hotel geleitet. Das berichtet ein Hotelgast gegenüber dem Blatt. Mehr als 200 Einsatzkräfte rückten zu Beginn des Unglücks an den Ort des Geschehens aus (siehe Ursprungsmeldung). Dass bei dem Unglück nur zwei Personen verletzt wurden, dürfte an ein Wunder grenzen.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sprach an der Unglücksstelle von einer immensen Zerstörung. „Das ist ein regelrechter Tsunami, der sich hier ergossen hat über die Hotelräumlichkeiten, die anliegenden Restaurants“, sagte Giffey. Berlin habe aber großes Glück gehabt. „Wenn das Ganze nur eine Stunde später passiert wäre, dann müssten wir über furchtbare menschliche Schäden berichten“, sagte sie und sprach von „Glück im Unglück“.

Aquarium in Berlin geplatzt - Aufräumen am Tag nach dem Unglück

Update vom 17. Dezember, 6.47 Uhr: Warum ist das Großaquarium am Berliner Dom geplatzt? Und wie geht es dort weiter? Am Tag nach dem Unglück, das fast eine Katastrophe geworden wäre, sind noch einige Fragen offen.

Am Tag nach dem Platzen des riesigen Berliner Aquariums Aquadom geht es weiter um das Aufräumen an der Unglücksstelle und die Suche nach Antworten. Weil so früh am Morgen zahlreiche Hotelgäste noch nicht im Erdgeschoss unterwegs waren, wurden nur zwei Menschen leicht verletzt. Die Polizei und viele Gäste sprachen von einem sehr lauten Knall. Teile der Fassade des Hotels flogen auf die Straße, große Mengen Wasser strömten heraus. Polizei und Feuerwehr waren mit jeweils etwa 100 Personen im Einsatz. Die Pumparbeiten des Technischen Hilfswerks sollten bis in die Nacht zum Samstag dauern.

Viel Wasser lief in die Kanalisation, viel aber auch in den Keller und benachbarte Einrichtungen - etwa das DDR-Museum. Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) sagte am Freitag: „Die Ermittlungen zur Ursache sind natürlich noch nicht abgeschlossen, erste Anzeichen deuten jedoch auf eine Materialermüdung.“

Die Eigentümerfirma des Aquadoms zeigte sich „bestürzt über das Unglück“. Der Grund für das Zerbersten des riesigen Zylinders sei noch „völlig unklar“, sagte ein Sprecher der Firma Union Investment. „Wir versuchen, uns derzeit in Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr vor Ort ein genaueres Bild von der Lage und des entstandenen Schadens zu verschaffen.“

Update vom 16. Dezember, 22.31 Uhr: Rund eine Million Liter Wasser rauschten beim Platzen des Aquariums in den Hotelkeller und die Berliner Kanalisation. Einiges davon befindet sich offenbar noch immer im Gebäude. Das Technische Hilfswerk rechnet damit, dass die Pumparbeiten bis in die Nacht andauern werden. THW-Fachberater Friedrich Engel sagte, dass Helfer am frühen Abend dabei waren, die Tiefgarage leer zu pumpen. Das Innere des Gebäudes gleiche einem Trümmerfeld.

Feuerwehr kann Dutzende Fische aus Aquarium retten

Update vom 16. Dezember, 19.55 Uhr: Von rund 1.500 Fischen des zerstörten Großaquariums am Berliner Dom haben Spezialkräfte der Feuerwehr noch einige Dutzend retten können, die sich im unteren Bereich des Gefäßes befanden. „Ich denke, an der Zahl waren das etwa drei Bottiche“, sagte Sprecher James Klein. Die Salzwasserfische sollen in die benachbarte Unterwasserwelt Sea Life, die Süßwasserfische in Aquarien des Zoos gebracht werden.

Zudem konnten alle Fische aus dem Untergeschoss gerettet werden. Dort befinden sich zwölf Aquarien mit 400 bis 500 kleinen Salzwasserfischen. Alle fanden ebenfalls im Sea Life eine neue Heimat.

Update vom 16. Dezember, 17.46 Uhr: Während nach dem Platzen des Aquariums Statiker des Technischen Hilfswerks und des Bezirksamts Mitte prüfen, ob das DomAquarée einsturzgefährdet ist, verdeutlicht eine Mitteilung der Webseite erdbebennews.de die Kraft der Explosion. Die Erschütterung sei so heftig gewesen, dass wie bei einem Erdbeben seismische Wellen ausgelöst wurden, heißt es.

An zwei privaten Stationen habe es Ausschläge gegeben: In Rudow und Lankwitz, die acht bzw. 14 Kilometer vom Unglücksort entfernt liegen. Die stärksten Schwingungen entsprachen einem Erdbeben der Stärke 1,2. Der Betreiber der Plattform, der Geophysiker Jens Skapski, erklärte, die Erschütterungen seien die Folge, wenn „eine Million Liter Wasser aus großer Höhe auf den Boden aufschlagen.“ Auf Twitter teilte er einen Screenshot des Seismogramms.

Update vom 16. Dezember, 16.55 Uhr: Die Wassermassen, die beim Platzen des Aquadoms in Berlin freigesetzt wurden, haben auch das DDR-Museum in Mitleidenschaft gezogen. Das Museum liegt unterhalb des Gebäudekomplexes am Spreeufer. „Eine Million Liter Salzwasser haben sich ihren Weg gebahnt, auch zu uns in die Ausstellung“, sagte Museumsdirektor Gordon Freiherr von Godin am Freitag. Mehrere Räume seien betroffen, auch Ausstellungsstücke und Möbel. Die Ausstellungsfläche betrage etwa 1200 Quadratmeter, nach seiner Schätzung sind davon etwa 300 bis 400 Quadratmeter von dem Wasserschaden betroffen. Verletzt wurde niemand.

Geplatztes Riesen-Aquarium in Berlin: Experte nennt mögliche „Schwachstelle“

Update vom 16. Dezember 2022, 15.30 Uhr: Der Aquarien-Hersteller Florian Schuran hält ein Materialversagen als Ursache für das Platzen des Berliner Riesen-Aquariums für gut möglich. „Das Becken ist, glaub‘ ich, jetzt 18 Jahre alt, besteht aus mehreren Klebenähten und das sind dann immer die Schwachstellen, die in dem Falle versagen können“, sagte der Geschäftsführer der Firma New Wave aus Wassenberg (Nordrhein-Westfalen). Den 16 Meter hohen Aquadom, der am Freitag in einem Berliner Hotel platzte, hat Schurans Unternehmen nicht gebaut.

Eine Sabotage des zylindrischen Beckens könne sich der Experte nicht vorstellen: „Solche Becken werden statisch berechnet. Wenn in solchen Fällen Leib und Leben in Gefahr ist, wird da auf äußerste Sicherheit acht gegeben.“ Nach Angaben der Eigentümerfirma des zerstörten Aquadoms war der Grund für das Zerbersten des riesigen Zylinders am Freitag noch völlig unklar.

Rettung von Fischen gestartet: Berliner Feuerwehr bringt überlebende Tiere in Sea Life unter

Update vom 16. Dezember 2022, 15.15 Uhr: Nach dem Platzen des Aquadoms hat die Berliner Feuerwehr nach eigenen Angaben mit der Rettung von Fischen begonnen, die sich in Gefäßen im Keller des betroffenen Gebäudes befinden. Diese werden in die benachbarte Unterwasserwelt Sea Life gebracht, erklärte der Feuerwehrsprecher James Klein am frühen Freitagnachmittag.

„Die haben die Kapazitäten“, sagte er. „Da haben wir richtig Glück, dass wir nicht noch mit einem Auto mit einem Behälter fahren müssen“, meinte Klein. Ein paar wenige Fische seien auch noch lebend im unteren Bereich des zerborstenen Großaquariums mit rund 1500 Tieren gefunden worden. Die Umweltstadträtin von Berlin-Mitte, Almut Neumann, hatte zuvor berichtet, dass im Keller des Hotelgebäudes mehrere Aquarien mit etwa 400 bis 500 kleineren Fischen seien. Sie hatte deren Situation als kritisch beschrieben, weil die Gefäße nicht mit Strom versorgt seien.

Nach Zerstörung des Aquadoms: Berliner Zoo bietet Aufnahme von Fischen an

Update vom 16. Dezember 2022, 14.35 Uhr: Nach der Zerstörung des Riesen-Aquariums Aquadom hat der Berliner Zoo angeboten, noch lebende Fische bei sich unterzubringen. „Wir haben der zuständigen Aufsichtsbehörde bereits angeboten, Fische bei Bedarf und je nach Kapazität bei uns aufzunehmen und zu versorgen“, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. Der Zoo bedauere das Unglück zutiefst. Die Unterwasserwelt Sea Life, mit weiteren Aquarien, ist nicht unmittelbar von der Aquadom-Zerstörung betroffen.

Das Unternehmen Sea Life hat sich „bestürzt“ zu dem Vorfall geäußert. Derzeit versuche das Unternehmen, mehr Informationen von den Eigentümern des Aquadoms zu erhalten, teilte Sea Life am Freitagmittag mit. Sea Life rief dazu auf, von Spekulationen abzusehen, „bis die Hintergründe des Unglücks geklärt sind“. Der Aquadom gehört laut Sea Life nicht dem Unternehmen. Die genauen Besitzverhältnisse blieben zunächst unklar. Sea Life betreibt in dem betroffenen Hotelgebäude ein großes Aquarium. Der Besuch des nun zerstörten Aquadoms konnte über die Internetseite von Sea Life ebenfalls gebucht werden.

„Regelrechter Tsunami“: Berlins Bürgermeisterin Giffey spricht von „Glück im Unglück“

Update vom 16. Dezember 2022, 14 Uhr: Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sprach nach dem Aquarium-Unglück von einer immensen Zerstörung. „Das ist ein regelrechter Tsunami, der sich hier ergossen hat über die Hotelräumlichkeiten, die anliegenden Restaurants“, sagte Giffey. Es sei großer Schaden entstanden. Berlin habe aber großes Glück gehabt, betonte Giffey: „Wenn das Ganze nur eine Stunde später passiert wäre, dann müssten wir über furchtbare menschliche Schäden berichten“, sagte sie und sprach von „Glück im Unglück“.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey besuchte die Unglücksstätte des geplatzten Aquadoms.
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey besuchte die Unglücksstätte des geplatzten Aquadoms. © IMAGO/Frederic Kern

Das bestätigte auch James Klein, ein Sprecher der Berliner Feuerwehr. „Der Glaszylinder reichte bis unters Dach des Gebäudes“, sagte er Focus Online. „Abgesehen von den Wassermengen hätten die Menschen erschlagen werden können von den schweren, 20 Zentimeter dicken Glassplittern.“ Man habe insgesamt 30 Menschen, die zum Zeitpunkt des Unglücks in der Nähe des Aquariums waren, medizinisch untersuchen lassen, sagte Klein. Am Ende mussten nur zwei Personen mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Geplatztes Aquarium in Berlin: Hintergründe und Informationen zum Aquadom

Update vom 16. Dezember 2022, 13.10 Uhr: „Das ist nicht ein kleiner Riss, aus dem das Wasser austritt, sondern das komplette Aquarium ist schlagartig geplatzt“, sagte ein Feuerwehrsprecher. Gäste des Hotels in Berlin-Mitte berichteten übereinstimmend von einem explosionsähnlichen Knall.

Update vom 16. Dezember 2022, 13.05 Uhr: Wegen des Verendens hunderter Fische infolge der Explosion, die sich am Freitag (16. Dezemeber) im Hotel Aquaree in Berlin ereignete, kündigte die Tierschutzorganisation Peta nun rechtliche Schritte an.

Update vom 16. Dezember 2022, 13 Uhr: In Berlin ist der Aquadom geplatzt. Wir haben alle Informationen zum Riesen-Aquarium in der Hauptstadt für Sie zusammengefasst.

Berlin: Geplatztes Aquarium – Sea Life offenbar nicht unmittelbar betroffen

Update vom 16. Dezember 2022, 11.28 Uhr: Von der Zerstörung des Berliner Großaquariums Aquadom ist ein Teil der Attraktion, die Unterwasserwelt Sea Life mit weiteren Aquarien, nicht unmittelbar betroffen. Einige Aquarien und Becken des Sea Life, das sich etwas entfernt im selben Gebäudekomplex befindet, würden allerdings nun auf mögliche Beschädigungen geprüft, sagte ein Sprecher der Feuerwehr.

Der sogenannte Aquadom war ein Aquarium in Form eines riesigen Glaszylinders mit 1500 Fischen und einem Fahrstuhl in der Mitte. Er stand innerhalb des Lichthofs des Hotels, das zu dem Komplex gehört. Der Zylinder platzte am frühen Freitagmorgen. „Das Erdgeschoss liegt komplett in Trümmern“, sagte ein Feuerwehrsprecher über den dortigen Hotelbereich. Alle Fische seien tot und müssten mit den Trümmern entsorgt werden. Bauingenieure und das Technische Hilfswerk (THW) würden nun prüfen, ob dass Gebäude gesperrt bleiben müsse. Danach könnten erste Aufräumarbeiten beginnen.

Das Sea Life besteht aus verschiedenen Aquarien und Becken mit Fischen im Erdgeschoss der anderen Seite des Gebäudes. Durch einen Tunnel können Besucher etwa durch ein großes Aquarium mit Haien und Rochen hindurchlaufen. Am Ende des Rundgangs erreichte man dann schließlich den Aquadom, der nun zerstört ist.

Berlin: Aquarium in Hotel-Lobby geplatzt – knapp 300 Gäste haben Hotel mittlerweile verlassen

Update vom 16. Dezember 2022, 10.30 Uhr: Das Hotel am zerstörten Großaquarium ist komplett geräumt. Knapp 300 Gäste und Hotelmitarbeiter seien evakuiert worden, so die Polizei. Das Riesenaquarium war nach Angaben der Polizei am frühen Morgen geplatzt. Dabei wurden Teile des umgebenden Hotels zerstört.

Update vom 16. Dezember 2022, 10.03 Uhr: Für einen gezielten, gewaltsamen Anschlag auf das Großaquarium in Berlin gibt es laut Polizei bislang keinerlei Hinweise. „Im Moment überhaupt nicht“, antwortete ein Polizeisprecher am Freitagmorgen auf eine entsprechende Frage. Die Ursache sei bisher noch nicht bekannt, betonten Sprecher von Polizei und Feuerwehr.

Nach Angaben der Feuerwehr wurde der Riesenbehälter mit einer Million Liter Wasser sehr schnell zerstört. „Wenn das Aquarium defekt ist, dann platzt das schlagartig“, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Das ist nicht ein kleiner Riss, aus dem das Wasser austritt, sondern das komplette Aquarium ist schlagartig geplatzt.“ Alle rund 1500 Fische, die dort lebten, seien nun nicht mehr im Wasser.

Am zerstörten Berliner Großaquarium bereitet die Feuerwehr den Einsatz von Rettungshunden vor. Das twitterte die Feuerwehr am Freitag. Bislang spricht sie von zwei Verletzten und 35 Menschen, die „rettungsdienstlich gesichtet“ wurden. Das heißt, die Helfer haben überprüft, ob diese verletzt sind.

Update vom 16. Dezember 2022, 10 Uhr: Beim Platzen des Großaquariums im Sea Life nahe dem Berliner Dom sind zwei Menschen verletzt worden. Das sagte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Freitagmorgen. Die Verletzten seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Ob es sich um Angestellte des Hotels, in dem sich das Aquarium befand, handelte, oder um Hotelgäste, war zunächst nicht bekannt.

Das Riesenaquarium platzte nach Angaben der Polizei am frühen Morgen. Bei der Feuerwehr ging um 5.43 Uhr der Alarm eines automatischen Feuermelders in dem Hotel ein. Die Polizei sprach von einem sehr lauten Geräusch oder einem Knall, der zu hören war. Teile der Fassade des Hotels, in dem sich das Aquarium befand, seien auf die Straße geflogen. Große Mengen Wasser liefen aus und bis auf die Straße. Polizei und Feuerwehr waren seit dem Morgen mit jeweils etwa 100 Leuten im Einsatz.

Schäden am Aquarium in Berlin: Gäste müssen Hotel verlassen

Update vom 16. Dezember 2022, 8.30 Uhr: Wegen der schweren Beschädigungen an dem Berliner Großaquarium müssen auch die Gäste des umgebenden Hotels das Gebäude verlassen. Das erklärte ein Sprecher der Berliner Feuerwehr am Freitagmorgen. Rund 350 Personen hätten sich noch in dem Hotel befunden.

Das Großaquarium Aquadom im Sea Life in Berlin war nach Angaben der Betreiber im Internet das „größte, zylindrische freistehende Aquarium der Welt“, eine vielen Touristen bekannte Attraktion in Berlin. Es war ein Behälter aus Acrylglas, der 16 Meter hoch war und einen Durchmesser von 11,5 Metern hatte. Besucher konnten in einem Aufzug durch das Innere des Aquariums hindurch fahren.

Das berühmte Aquarium in Berlin ist geplatzt.
Das berühmte Aquarium in Berlin ist geplatzt. © Danita Delimont / Imago / Screenshot Twitter

In dem Becken lebten demnach etwa 1500 Fische aus über 100 verschiedenen Arten. Gefüllt war das Aquarium mit einer Million Liter Salzwasser. Das wären 1000 Kubikmeter Wasser mit einem Gewicht von 1000 Tonnen. Das Aquarium wurde den Angaben zufolge bis Sommer 2020 umfassend modernisiert. Der Ort befindet sich ganz in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes mit dem Fernsehturm.

Aquarium in Berlin geplatzt: Fotos zeigen Ausmaß der Zerstörung

Update vom 16. Dezember 2022, 7.55 Uhr: Wie der Nachrichtensender Welt vor Ort berichtet, sollen mittlerweile nicht nur 100 Feuerwehr-Leute vor Ort sein, sondern auch rund 100 Polizisten. Eine Person soll bei der Explosion des Aquariums demnach verletzt worden sein, weitere Verletzte gebe es nach aktuellem Stand nicht. Wie Bilder auf Twitter, mutmaßlich von Hotel-Gästen veröffentlicht, zeigen, war das Aquarium am Morgen mit extremem Druck geplatzt. Bilder zeigen eine Trümmerlandschaft in der Hotel-Lobby, die bis auf die Straßen hinaus gedrückt wurde. Noch immer fließe aktuell Wasser auf die Straße vor dem Komplex.

Feuerwehr
Trümmer liegen auf Straße vor dem Hotel, in dem sich das Aquarium befindet. © Christoph Soeder/dpa

Ein Polizeisprecher bestätigte mittlerweile, dass das Großaquarium im Sea Life nahe dem Berliner Dom geplatzt ist. Gegen 5.45 Uhr habe es ein sehr lautes Geräusch gegeben. Teile der Fassade des Hotels, in dem sich das Aquarium befand, seien auf die Straße geflogen.

Ursprungsartikel: Berlin - Für gewöhnlich zieht das riesige Aquarium im Berliner DomAquarée zahlreiche Touristen an, nun scheint das beeindruckende Mega-Aquarium geplatzt zu sein. Ein Video eines mutmaßlichen Hotel-Gastes auf der Plattform Twitter zeigt die zerstörten Überreste in der Halle des Hotels. Demnach sei das Aquarium mitten in der Nacht explodiert.

Riesen-Aquarium in Berliner Hotel explodiert: Erster Verdacht zu Ursache - zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort

Auch der Nachrichtensender Welt, ansässig in Berlin, berichtet von dem Zwischenfall. Demnach werde aktuell von einem Defekt ausgegangen, genaueres sei aktuell jedoch noch nicht bekannt. Demnach sei Verstärkung angefordert, weitere Einsatzkräfte sollen demnächst am Unglücksort eintreffen. Eine Person soll laut Welt-Informationen leicht verletzt sein, Fernsehbilder zeigen Trümmer selbst auf der Straße vor dem Hotel. Auf Twitter von Hotelgästen veröffentlichte Fotos zeigen eine massive Zerstörung in der Hotel-Halle.

Über 100 Einsatzkräfte in Berlin vor Ort - Riesiges Aquarium in Hotel-Lobby geplatzt

Aktuell befinden sich bereits zahlreiche Einsatzkräfte vor Ort, laut Angaben der Feuerwehr rund 100. Über die Ursache ist aktuell noch nichts bekannt, auch über Verletzte gibt es bislang keine gesicherten Informationen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte der dpa, es werde geprüft, ob Menschen verletzt seien. Das Aquarium sei aus vorerst ungeklärter Ursache geplatzt. Wasser sei auf die Karl-Liebknecht-Straße gelaufen. Es müsse auch geschaut werden, ob die Tiefgarage davon betroffen sei. Wie Bild berichtet, sei der Notruf gegen 6 Uhr am Morgen eingegangen.

In dem Gebäudekomplex namens DomAquarée befindet sich unter anderem das Großaquarium Sea Life und der sogenannte AquaDom. Wie es im DomAquarée-Internetauftritt heißt, ist der AquaDom das „größte freistehende zylindrische Aquarium der Welt“ und sei bis Sommer 2020 umfassend modernisiert worden.

Die Berliner Feuerwehr erklärt über Twitter, mit rund 100 Einsatzkräften im Hotel Dom Aquaree im Einsatz zu sein. Demnach trete Wasser aus, das Aquarium sei „beschädigt“. Demnach sei die Lage aktuell nicht übersichtlich. Die Verkehrsinformationszentrale Berlin twitterte, die Karl-Liebknecht-Straße, an der das Hotel mit dem Aquarium liegt, sei gesperrt. „Es gibt extrem viel Wasser auf der Fahrbahn. Bisher ist die Ursache noch unklar.“ Der Ort befindet sich ganz in der Nähe des Berliner Alexanderplatzes mit dem Fernsehturm.

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