Schon wieder Sex-Skandal

Arbeitsamt vermittelt Jobs als Prostituierte

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Einen Job als Prostituierte vermutet man bei der Jobbörse der Arbeitsagentur eigentlich nicht.

Düsseldorf - Wieder sorgt eine Stellenausschreibung in der Jobbörse des Arbeitsamtes für einen Skandal. Gesucht wurde offiziell eine "Begleitdame", doch eigentlich geht es um einen Arbeitsplatz als Prostituierte.

Wie die Bild-Zeitung am Dienstag berichtet, hat ein Escort-Service ausgerechnet über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit Hostessen für erotische Abenteuer gesucht.

Auf den ersten Blick erschien die Stellenausschreibung von Escort.de verlockend. Frauen zwischen 18 und 40 Jahren wurde ein lukrativer Verdienst versprochen und auch "Berufserfahrung" war nicht nötig. "Du interessierst Dich für einen Job als Begleitdame für einen exklusiven Escort-Service? Du hast noch keine Erfahrung in diesem Bereich? Kein Problem...“, zitiert die Zeitung aus dem Stellenangebot, das über die Onlinesuche des Arbeitsamts zu finden war. 

Doch wer weiter liest, kommt schnell dahinter, dass hier mehr als nur Begleitdamen gesucht werden. So heißt es laut Bild-Informationen weiter: „Auch kannst du durch deine Lebensfreude den Männern Wohlbefinden vermitteln“.

Das hat bei der Arbeitsagentur wohl niemand bemerkt. Dabei hätte ein Klick auf die Internetseite von Escort.de genügt, um zu sehen, um welche Art Arbeitsplatz es sich handelt. Dort räkeln sich schon auf der Startseite leicht begkleidete Frauen in eindeutigen Posen.

Paul Ebsen, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg, bedauerte den Vorfall und betonte gegenüber der Bild-Zeitung, dass normalerweise anbietende Firmen überprüft würden. Zumindest würden die Anzeigen in der Jobbörse nach sexistischen Formulierungen geprüft, fügt eine Sprecherin am Dienstagmorgen hinzu. Aber: "Jeder Arbeitgeber hat die Möglichkeit, eine Stelle in der Jobbörse einzustellen, ohne die Bundesagentur mit der Vermittlung zu beauftragen“, gibt die Sprecherin zu Bedenken.Das Stellenabgebot wurde inzwischen aus der Jobbörse entfernt.

Erst vor zwei Wochen, kam es zu einem ähnlichen Fall. Damals wurde einer 19-Jährigen über die Augsburger Agentur für Arbeit eine Stelle in einem Bordell vorgeschlagen, wie merkur-online berichtete

vh

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