Arbeitslos: Eltern sollten Kindern Sicherheit vermitteln

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Wie erklärt man dem Kind, dass man den Job verloren hat? Nicht mit einer pessimistischen Haltung. Denn Existenzängste verunsichern Kinder schnell. Foto: Julian Stratenschulte

Mutter oder Vater verlieren ihren Job. Das sollten sie ihren Kindern nicht verheimlichen. Das muss in der Familie angesprochen werden. Nur wie? So einfühlsam wie möglich und nicht zu negativ, rät ein Experte.

Fürth (dpa/tmn) - Wird ein Elternteil arbeitslos, ändert sich der Alltag der ganzen Familie. Daher sollten Mütter und Väter die Kinder darüber informieren, rät Maria Große Perdekamp, Leiterin der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (BKE).

"Die Eltern sollten bei dem Gespräch authentisch sein, das muss ja auch keine ausnahmslos negative Nachricht sein", sagt Große. Schließlich ist dann mehr Zeit für die Kinder. Aber Eltern müssen das Thema sehr einfühlsam ansprechen. "Existenzielle Sorgen verunsichern Kinder sehr", sagt die Expertin. Beispielsweise von finanziellen Einbußen, dem Gefühl von Misserfolg oder einem hohen Druck, einen neuen Job zu finden, sollten Eltern deshalb besser nicht erzählen. "Wichtig ist, den Kindern immer Sicherheit und Orientierung zu vermitteln", sagt Große Perdekamp.

Doch besonders finanzielle Folgen für die ganze Familie lassen sich oft nicht verhindern und verheimlichen. Die Expertin schlägt vor, etwas zu sagen wie: "Wir haben jetzt ein bisschen weniger Geld, aber alle wichtigen Sachen können wir auf jeden Fall bezahlen." Und: "Das Gute ist, dass wir nun ganz viel zusammen unternehmen können." Sie empfiehlt zu vermitteln: Die Arbeitslosigkeit kann belastend sein, sie ist aber existenziell nicht erschütternd.

Online-Beratung der BKE

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