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Um Ressourcen zu sparen: Mediathek eines ARD-Senders wird eingestellt

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Von: Nils Tillmann

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München, Bayern, Deutschland 12. August 2022: Ein Sommertag in der Landeshauptstadt München. Hier der Blick auf die Zent
Das Gebäude des Bayerischen Rundfunks in München. (Symbolbild) © Ulrich Wagner/IMAGO

Die Mediathek des ARD-Senders BR soll schon bald eingestellt werden. Die Inhalte bleiben aber auf einer anderen Plattform online verfügbar.

Kassel – Die Mediathek des Bayerischen Rundfunks (BR) soll zukünftig in die Mediathek der ARD überführt werden. Dies bestätigte der Sender nun auf Anfrage von fernsehserien.de. Damit sollen Ressourcen gespart und Inhalte für ein größeres Publikum sichtbar gemacht werden. Die Inhalte des BR sollen aber nach dem Ende der eigenen Plattform für Nutzer und Nutzerinnen auf der Seite der ARD verfügbar gemacht werden.

Viele BR-Programme sind bereits jetzt in der ARD-Mediathek abrufbar. Einige Sendungen, wie zum Beispiel „Gottschalk liest?“, konnten bislang aber nur in der BR-Mediathek gefunden werden. Künftig sollen alle Inhalte des Bayerischen Rundfunks neben anderen regionalen Angeboten bei der ARD zu finden sein. Der BR ist eine von neun regionalen Rundfunkanstalten, die zur ARD gehören, die sich größtenteils über den Rundfunkbeitrag finanziert.

Reichweite erhöhen in der ARD-Mediathek

Die Entscheidung folgt dem Ziel, sich auf die fünf großen digitalen Plattformen der ARD zu konzentrieren. Zu diesen zählen die ARD-Mediathek, die ARD-Audiothek, Tagesschau.de, Sportschau.de und Kika.de. Und für die Programme des BR könnte diese Veränderung auch durchaus Gutes mit sich ziehen. BR-Inhalte erzielen bereits jetzt höhere Abrufzahlen auf der Seite der ARD als auf der eigenen, wie fernsehserien.de berichtet. Und die Nutzerzahl der Mediathek steigt weiter an.

Bayerischer Rundfunk (BR)
Gründungsdatum25. Januar 1949
HauptsitzMünchen
Beitragseinnahmen947,3 Millionen Euro (im Jahr 2021)

Im Hörfunk wird der BR jedoch eine eigene Plattform beibehalten. Einige Programme, wie das „Tagesgespräch“ von Bayern 2, sollen künftig nur noch in der BR Radio App und nicht mehr im Audio-Angebot der ARD verfügbar gemacht werden. Die Fernsehausstrahlung des „Tagesgesprächs“ soll aber weiter in der ARD-Mediathek zur Verfügung stehen.

Die Umstellung der Mediatheken soll voraussichtlich im Frühjahr 2023 abgeschlossen werden. (Nils Tillmann)

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