Drama in Asylunterkunft

Arnschwang gedenkt des getöteten Fünfjährigen

+
Andacht für den getöteten Samir in der Sankt-Martins-Kirche in Arnschwang. Foto: Timm Schamberger

Arnschwang (dpa) - Die oberpfälzische Gemeinde Arnschwang gedenkt heute des getöteten fünfjährigen Flüchtlingskindes. Ein Gottesdienst richtet sich insbesondere an die Kindergartenfreunde des Jungen und deren Familien. Die Tat in einer Asylunterkunft hat in der Gemeinde große Bestürzung ausgelöst.

Ein 41 Jahre alter Bewohner der Unterkunft hatte den Fünfjährigen am Samstag erstochen. Der Mann verletzte auch die Mutter des Kindes schwer, der sechsjährige Bruder erlitt einen Schock. Motiv für die Bluttat war wohl Lärmbelästigung. Nach Angaben der Mutter soll sich der Täter durch die Kinder in seiner Ruhe gestört gefühlt haben. Die Polizei gab acht Schüsse auf den 41-Jährigen ab, er wurde tödlich getroffen.

Als verurteilter Straftäter trug der Mann eine elektronische Fußfessel. Nach Angaben der Regierung der Oberpfalz hätte er nach Afghanistan abgeschoben werden sollen. Doch er hatte sich als Konvertit, der vom Islam zum Christentum übergetreten war, rechtlich dagegen gewehrt, so dass 2014 ein Abschiebeverbot ausgesprochen worden war.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.