Auf der „Art Basel“

Autsch! Kind unterläuft Missgeschick auf Kunstmesse - 50.000-Euro-Schaden und „Schockstarre“

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Dieses Kunstwerk wurde beschädigt.

Eine Mutter besucht mit ihrer dreijährigen Tochter eine der wichtigsten Kunstausstellungen - und ahnt nicht, welche teueren Folgen das haben wird.

Basel - „Ist das Kunst oder kann das weg?“ - Keine Frage, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten. Genauso, was das Kunstverständnis angeht. Von den einen als genial und aussagestark gefeiert, von anderen als überflüssig verspottet - gerade, was moderne Plastiken, Skulpturen oder Installationen angeht, scheiden sich ja oftmals die Geister. 

Der Wert solcher Kunstwerke allerdings spricht meist eine eindeutige Sprache. Schließlich ist es nicht selten, dass Liebhaber bereit sind, für eines ihrer begehrten Objekte horrende Summen auszugeben. 

So dürfte auch auf der „Art Basel“, die unter Kennern zu den wichtigsten Kunstmessen der Welt zählt, dieses Jahr wieder der Rubel gerollt sein. Normalerweise werden dort bis zu 20 Millionen Dollar teure Gemälde verkauft. Aufgrund der tausenden ausgestellten Kunstwerke gilt zudem die höchste Sicherheitsstufe. Doch trotz aller Securitys ist es nun ausgerechnet einem Kleinkind gelungen, einen Schaden in Höhe von einigen zehntausend Euro anzurichten. Denn das dreijährige Mädchen trägt Schuld daran, dass ein äußerst wertvolles Kunstwerk zu Bruch ging. 

Auf der „Art Basel“: Eine Fliege lernt das Fliegen

Konkret handelt es sich dabei um eine Skulptur der Düsseldorfer Künstlerin Katharina Fritsch: eine Fliege, die allerdings nur zu einer Eintagsfliege wurde - die ganze Messe sollte das vergrößert nachgebildete Insekt nämlich nicht überleben. Denn als das Kind aus seinem Kinderwagen nach der Skulptur griff, kam Fritschs Fliege ihrem Namen nach und flog - allerdings nicht durch die Luft, sondern nur auf den Boden. Die Folgen dieses Sturzes: zwei abgebrochene Flügelchen und 50.000 Euro Schaden. 

Aufruhr auf Kunstmesse

„Sie müssen hier warten. Bleiben Sie bitte“, wurde die Mutter der kleinen Kunstkritikerin laut Berichten der Bild anschließend von einer Mitarbeiterin angeherrscht. Später musste sie ihre Personalien bei den Galeristen hinterlassen. Angeblich sei die Besucherin wegen der Schandtat ihrer Tochter den Tränen nahe gewesen. 

Auch der Aufruhr unter den weiteren Gästen soll groß gewesen sein; es wird von „Schockstarre“ unter den Galeriemitarbeitern und spitzen Schreien der entsetzten Besucher berichtet.

Schaden auf Kunstmesse nicht nur in materieller Hinsicht

„Das Problem ist ja weniger, wer für den Schaden aufkommt“, wird eine Berliner Galeristin zitiert. So geht es offenbar viel mehr um den künstlerischen Aspekt, denn selbst wenn man das Kunstwerk wieder zusammensetze, sei es nicht mehr das „unberührte Werk von davor“. 

Gut, unberührt ist die Fliege nun, nachdem so kleine Hände einen so großen Schaden an ihr hinterlassen haben, nun tatsächlich nicht mehr. Andererseits gibt es zu dem Kunstwerk nun eine Geschichte, was ja manchmal sogar zu einer Wertsteigerung führt. 

Besondere Kunstwerke auch Thema in ZDF-Show „Bares für Rares“

Um besondere Kunstgegenstände und Raritäten geht es auch bei der ZDF-Show „Bares für Rares“. Zuletzt kam es dort wegen eines Goldrings zu einem Riesen-Drama. Und auch Moderator Horst Lichter war neuerdings erstaunt von einem besonders wertvollen Stück. 

Doch auch in der beliebten Fernsehsendung wäre es einmal beinahe zu einem Riesen-Unglück gekommen. 

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