Artenschutz im Garten: Tiere lieben Unordnung

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Der Schwalbenschwanz zählt zu den schönsten europäischen Tagfaltern. Laut NABU ist der mit bis zu acht Zentimetern Spannweite einer der größten Schmetterlinge in Mitteleuropa. Foto: Patrick Pleul

Der Mensch versucht, die Natur nach seinem Willen zu lenken. Das bedeutet für Tiere oft Stress. Ihnen ist es viel lieber, wenn im Garten natürliche Unordnung herrscht.

Berlin (dpa/tmn) - Jeder Hobbygärtner kann etwas für den Artenschutz tun. Ein Garten muss nicht komplett ordentlich sein, besser ist es sogar, in Ecken liegen Zweige und Baumreste herum. Hier finden Igel und Eidechsen Unterschlupf. Darauf weist der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland hin.

Schmetterlingen und anderen Insekten tut der Hobbygärtner etwas Gutes, indem er die ganze Gartensaison über für blühende Pflanzen und eine breite Auswahl an Blumen-, Kräuter- oder Gemüsesorten sorgt. Eine Mischung etwa aus Sonnenblumen, Thymian, Salbei, Lauch oder Zwiebeln bietet eine gute Nahrungsgrundlage für viele Insekten. Auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel wird verzichtet.

Die Vielfalt von geschätzt 10 bis 20 Millionen Arten auf der Erde geht dramatisch zurück. Jährlich sterben laut Bundesamt für Naturschutz etwa 1000 Mal mehr Spezies aus als es unter natürlichen Umständen der Fall wäre. In Deutschland ist ein Drittel der einheimischen Tier- und ein Viertel der Pflanzenarten gefährdet. Umweltministerien und Naturschutzgruppen berichten am Artenschutztag über Projekte zum Schutz bedrohter Spezies. Der Tag erinnert an die Erstunterzeichnung des Washingtoner Artenschutzübereinkommens Cites am 3. März 1973. Es verbietet oder begrenzt den Handel von 5000 bedrohten Tier- und 29 000 Pflanzenarten.

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