Entdecker wird 60 Jahre alt

Arved Fuchs: Ein Eisfuchs warnt vor der Erwärmung

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Arved Fuchs: Bald wieder auf großer Fahrt.

Mit seinem markanten Vollbart und leicht zerzaustem Haar sieht Arved Fuchs so aus, als ob er gerade von einer langen Reise komme oder gleich wieder auf große Fahrt gehen will. Am Freitag wird Deutschlands wohl bekanntester Abenteurer 60 Jahre alt.

Der Mann strahlt Ruhe aus. Vielleicht ein Resultat seiner Erfahrungen aus mittlerweile 31 Expeditionen bis in die entlegensten Winkel der Erde.

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www.arved-fuchs.de 

Der kinderlose Arved Fuchs aus Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein durchquerte Grönland mit einem Hundeschlitten und umrundete das Kap Hoorn, die Südspitze Südamerikas, im Faltboot. Den Nordpol erreichte er nach 60 Tagen zu Fuß. 2003 umsegelte er die Arktis. Gemeinsam mit dem Südtiroler Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner durchwanderte Fuchs die Antarktis. Aus Partnern wurden dabei Feinde. Heute gehen sie sich aus dem Weg.

"Alles, was draußen stattfand, hat mich von Kindesbeinen an begeistert", sagt Fuchs. Einen Fernseher gab es daheim in Bad Bramstedt nicht, dafür aber eine große Bibliothek. Der junge Fuchs las viel vom norwegischen Polarforscher Fridtjof Nansen bis zu Karl May. "Für mich war klar: Wenn Du groß bist, machst Du es wie die großen Vorbilder."

Nach der Schule absolvierte Fuchs eine Ausbildung bei der Handelsmarine. Das Studium der Schiffsbetriebstechnik brach er ab. Mittlerweile führt er Teams von bis zu zwölf Mitgliedern an und macht seit Jahren auf den Klimawandel aufmerksam. Steuerfrau seines Haikutters "Dagmar Aaen" ist dabei stets Ehefrau Brigitte. Im Sommer wollen sie mit dem Schiff in die russische Arktis. 2007 kehrten beide erschüttert von den sichtbaren Folgen des Temperaturanstiegs von einer Reise zur Nordpolar-Insel Spitzbergen zurück. "Der Klimawandel wird immer noch nicht in seiner ganzen Dramatik wahrgenommen", sagt Fuchs. Der Politik wirft er vor, das Problem nur zu verwalten. (dpa)

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