Prozess um Kunstfehler

Frauenarzt muss ins Gefängnis

Szeged - Wegen eines tödlichen Kunstfehlers hat ein Gericht in Ungarn einen Frauenarzt am Montag zu einer dreijährigen Zuchthausstrafe verurteilt.

Der Mediziner hatte im Juli 2008 in der Geburtsklinik der Kleinstadt Szentes einer Patientin bei einer Ausschabung die Dünndarmwand verletzt. Den Zwischenfall, der bei der Nachbehandlung einer Fehlgeburt geschah, verschwieg er sowohl der Frau als auch seinen Kollegen und Vorgesetzten.

Die 31-jährige Patientin erlag drei Wochen später ihren inneren Verletzungen. Mehrere medizinische Gutachter sagten in dem Prozess aus, dass die Frau hätte gerettet werden können, wenn der Angeklagte seinen Fehler gemeldet und ein Eingriff innerhalb von sechs Stunden erfolgt wäre. Das erstinstanzliche Urteil der Gerichts in der südungarischen Stadt Szeged ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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