Mit „Asozial“-Aufkleber

Polizei legt mega-lauten Tuning-Nissan still – Folierer startet Spendenaktion

Die Windschutzscheibe des Nissan mit dem „Asozial“-Aufkleber.
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Dieser „Asozial“-Aufkleber zierte die Frontscheibe des aufgemotzten Nissan 350Z.

Ein Autoposer hat es in Österreich auf der Autobahn so richtig „krachen“ lassen – die Quittung bekam der 25-Jährige allerdings umgehend von der Polizei. Doch der Tuner erhält Unterstützung.

Hallein (Österreich) – Er wollte die Aufmerksamkeit – und er bekam sie prompt: Wie die Polizei Salzburg berichtet, wurde eine Zivilstreife auf der A10 Tauernautobahn in Fahrtrichtung Salzburg auf Höhe Hallein von einem „zu lauten Pkw“ überholt. Die Beamten nahmen deshalb die Verfolgung des aufgemotzten Nissan 350Z auf. Immer wieder habe der Fahrer seinen Sportwagen, kurz beschleunigt, um ein „extrem lautes Geräusch zu erzeugen.“ Bei der nächsten Gelegenheit zogen die Polizisten den Krawallmacher deshalb aus dem Verkehr. Eine Lautstärke-Messung ergab ein Standgeräusch von 106 Dezibel – so laut wie ein Formel-1-Auto in 30 Metern Entfernung!

Bei der Kontrolle des 280 PS starken Fahrzeugs des 25-jährigen Tuning-Fans fielen den Beamten gleich weitere Probleme auf. Sie protokollierten „eine unerlaubte Tieferlegung des Fahrwerks“ und einen Aufkleber mit der Aufschrift „Asozial“ mitten in der Windschutzscheibe. Das sei unzulässig, der Fahrer müsse „freie Sicht“ haben. Der Nissan-Fahrer wurde angezeigt, zudem droht ihm eine Geldstrafe in Höhe von „mehreren Hundert Euro“, wie Friedrich Schmidhuber, Leiter der Landesverkehrsabteilung der Polizei Salzburg, auf Anfrage von 24auto.de erklärt. Der Autofolierer, bei dem der 25-Jährige den beanstandeten Aufkleber offenbar gekauft hat, erklärte nun, man wolle gegen „diese Schikane“ vorgehen.* So spende man zehn Euro pro verkauftem „Asozial“-Aufkleber (Kostenpunkt: 19 Euro) an den Nissan-350Z-Besitzer, um ihn bei seiner Strafe finanziell zu unterstützen.  *24auto.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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