Pünktlich zu Weihnachten

Astronauten reparieren ISS-Klimaanlage

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Pünktlich zu Weihnachten haben Astronauten die Klimaanlage der Internationalen Raumstation wieder in Gang gesetzt

Houston - Bei einem siebeneinhalbstündigen Außeneinsatz gelang es zwei US-Astronauten an Heiligabend, eine neue Kühlpumpe für die Internationale Raumstation (ISS) einzusetzen.

Die seit einer Panne am 11. Dezember teilweise ausgefallene Klimaanlage der ISS war damit rechtzeitig zur Weihnachtsfeier am Mittwoch wieder voll funktionsfähig. In der Geschichte der NASA war es erst der zweite Außeneinsatz an einem 24. Dezember.

Bereits am Samstag hatten Rick Mastracchio und Mike Hopkins in einer Rekordzeit von fünfeinhalb Stunden eine defekte Ammoniakpumpe gelöst und abgebaut. Am Dienstag dann installierten sie die kühlschrankgroße Ersatzpumpe. Dabei traten nach Angaben der NASA hochgiftige Ammoniak-Flocken aus, ohne allerdings mit den Raumanzügen der beiden US-Astronauten in Berührung zu kommen.

Während seines Einsatzes mit dem 15 Meter langen Roboterarm fand Hopkins genügend Zeit, um die Aussicht auf die Erde zu bewundern. Es war erst der zweite Weltraumspaziergang des 44-Jährigen - und der achte seines neun Jahre älteren Kollegen Mastracchio. Der japanische Astronaut Koichi Wakata steuerte wie schon am Samstag von der ISS aus den Roboterarm.

Bei dem ersten Reparatureinsatz hatte Mastracchio ein Problem mit der Kühlungsvorrichtung seines Anzugs, das nach der Rückkehr der Raumfahrer auf die Station entdeckt wurde. Die NASA sprach davon, dass möglicherweise Kondenswasser in den Anzug eingedrungen sei. Am Dienstag trug Mastracchio deshalb einen Ersatzanzug. Um diesen zu präparieren, musste der ursprünglich für Montag vorgesehene Einsatz um einen Tag verschoben werden.

Die Reparatur am Kühlsystem der ISS war notwendig, um die Temperatur der Klimaanlage wieder stabil zu regeln. Die Raumstation verfügt zwar noch über einen zweiten Kühlkreis, der normal funktioniert. Er reichte aber nicht aus, um die gesamte ISS zu klimatisieren. Die Kühlung musste deshalb in einigen Bereichen gestoppt werden - davon betroffen waren laut NASA das Harmony-Modul der ISS, das Kibo-Labor und das europäische Columbus-Labor.

Der erste Außeneinsatz an einem 24. Dezember liegt 14 Jahre zurück: Damals mussten zwei Astronauten das defekte Weltraumteleskop Hubble reparieren.

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AFP

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