535 Tage im Weltraum

Astronautin stellt Rekord auf und Trump macht diesen Pinkel-Witz

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In einer Videokonferenz haben Trump, seine Tochter Ivanka und US-Astronautin Kate Rubins (links) der Astronautin Peggy Whitson zu ihrem Rekordaufenthalt im All gratuliert.

Washington - Peggy Whitson ist jetzt die Weltraumreisende mit den meisten Tagen im All. US-Präsident Donald Trump hat zu dem Anlass nur einen schlechten Witz auf Lager.

"Besser Sie als ich.“ So kommentiert US-Präsident Donald Trump Peggy Whitsons Schilderungen einer speziellen Raumtfahrt-Technologie. Mit dieser ist es möglich, auf mehrjährigen Weltraumreisen den Urin von Astronauten in Trinkwasser umzuwandeln. "Es ist wirklich nicht so schlimm, wie es klingt", sagte US-Astronautin Peggy Whitson. Auf insgesamt 535 Tage auf der Internationalen Raumstation ISS bringt es die 57-Jährige. Damit bricht sie einen Rekord: Sie ist jetzt der US-Weltraumreisende mit den meisten Tagen im All. 

Zu Whitsons großem Tag sprach US-Präsident Donald Trump ihr in einer Videoschaltung seine Glückwünsche aus: "Es handelt sich um einen ganz besonderen Tag in der glorreichen Geschichte der amerikanischen Raumfahrt", sagte Trump vom Oval Office aus. Neben ihm saß seine Tochter Ivanka, die ebenfalls mit der Astronautin redete. Mit Trump sprach Whitson unter anderem über das langfristige Ziel der Reise von Astronauten zum Mars. Sie schilderte dabei die Technologien, die für mehrjährige Weltraumreisen wie diese erprobt und entwickelt werden. Dann fiel Trumps unpassender Spruch.

Donald Trump „charmant wie immer“

Der US-Astronaut mit den meisten Tagen im All war bislang Jeff Williams. Nachdem sie dessen Rekord gebrochen hat, ist Whitson von der weltweiten Bestmarke allerdings noch deutlich entfernt - diese hält der russische Kosmonaut Gennadi Padalka mit 879 Weltraumtagen. Immerhin ist Whitsons aktuelle ISS-Mission, die ursprünglich ein halbes Jahr dauern sollte, um weitere drei Monate verlängert worden. Whitson war erstmals im Jahr 2002 ins All gereist und befindet sich seit dem 19. November im Weltraum. Zuerst flog sie mit der Raumfähre "Endeavour" zur ISS und verbrachte sechs Monate in der Raumstation. Was die Rekord-Astronautin über Donald Trumps Kommentar denkt, ist nicht bekannt.

afp/dja/yb

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