Atomenergiebehörde stuft AKW-Unglück hoch

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Menschen werden in Fukushima auf erhöhte Radioaktivität überprüft.

Tokio - Die japanische Atomenergiebehörde hat das Reaktorunglück von Fukushima von 4 auf 5 in der 7-stelligen Skala hochgestuft.

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Stufe 4 beschreibt einen Vorfall mit lokalen Konsequenzen, Stufe 5 ein Unfall mit weitergehenden Folgen. In der havarierten Nuklearanlage bleibt die Lage kritisch. Im Reaktor 1 ist der Wasserpegel nach Angaben der japanischen Atomaufsicht NISA inzwischen derart niedrig, dass er von den Messgeräten nicht mehr eindeutig erfasst wird, wie eine NISA-Sprecherin der Nachrichtenagentur dapd sagte.

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Auch in den Reaktoren 2 und 3 habe sich die Lage nicht verbessert. Dort lägen die Brennstäbe auf 1,40 Meter beziehungsweise bis zu 2,30 Meter frei. Die Gefahr einer Kernschmelze bleibt damit akut. Feuerwehrfahrzeuge des Militärs spritzen weiterhin ununterbrochen tausende Liter Wasser auf die beschädigten Reaktoren, um die Kernbrennstäbe zu kühlen, denen eine Überhitzung droht.

Japan befindet sich nach den Worten des Chefs der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Yukiya Amano, im Kampf gegen einen Super-GAU in einem Wettlauf gegen die Zeit. Dies sagte Amano nach einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan.

dapd

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