Das "Bedürfnis für diese Geste verspürt"

Attentäter legt Blumen auf Grab von Papst nieder

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Mehmet Ali Agca mit einem Blumenstrauß auf dem Petersplatz im Vatikan.

Rom - Der Papst-Attentäter Mehmet Ali Agca hat mehr als 33 Jahre nach seinem Anschlag auf Johannes Paul II. Blumen auf dessen Grab niedergelegt.

Wie italienische Medien berichteten, bat Agca zuvor am Samstag bei der römischen Polizei um Erlaubnis. Er habe das "Bedürfnis für diese Geste verspürt", sagte er demnach den Beamten. Auf den Tag genau vor 31 Jahren, am 27. Dezember 1983, hatte der polnische Papst den Täter im Gefängnis in Rom besucht und ihm die Schüsse vom 13. Mai 1981 auf dem Petersplatz verziehen, durch die er schwer verletzt wurde. Agca wurde für den Attentatsversuch auf das katholische Kirchenoberhaupt zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach seiner Begnadigung im Jahr 2000 durch den italienischen Präsidenten Carlo Azeglio Ciampi wurde der zum Umfeld der rechtsradikalen türkischen "Grauen Wölfe" gehörende Agca in die Türkei abgeschoben.

Dort wurde er wegen der Ermordung eines Journalisten und anderer Verbrechen erneut zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch Anfang 2010 konnte er das Hochsicherheitsgefängnis bei Ankara als freier Mann verlassen. Während des Besuchs des derzeitigen Papstes Franziskus in der Türkei vor einem Monat wollte der 56-jährige Agca das Oberhaupt der katholischen Kirche treffen. Ein entsprechendes Gesuch wurde jedoch ebenso abschlägig beschieden wie die Bitte um eine Audienz an diesem Wochenende im Vatikan. Der Vatikansprecher Federico Lombardi sagte der Zeitung "La Repubblica": "Er hat Blumen auf dem Grab Johannes Pauls II. abgelegt. Ich meine, das ist genug."

afp

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