Er benutzte Windeln statt Toiletten

14-Jähriger versteckte sich 56 Stunden lang im Supermarkt

Corsicana. Ein 14-jähriger Junge hat sich im US-Bundesstaat Texas zwei Tage lang in einer Filiale der Supermarktkette Walmart eingenistet. Laut einem Bericht des US-Fernsehsenders CBS versteckte sich der Junge 56 Stunden lang in der Baby-Abteilung des Geschäfts, das rund um die Uhr geöffnet hat. Zum Essen bediente er sich in den Regalen des Marktes.

Nach Informationen des Senders war der Junge zuvor von seiner Tante weggelaufen. Dort wohnte er, während seine Eltern im Urlaub waren. Als die Frau fern sah, rannte er davon. Die Tante verständigte sofort die Polizei, die umgehend Kontakt mit den Eltern aufnahm. Wie die Mutter den Beamten berichtete, sei der Junge bereits häufiger davon gelaufen. Was keiner ahnte: Diesmal suchte er im Supermarkt um die Ecke Zuflucht.

Hier finden Sie ein Video vom Bericht des Senders  CBS.

Dort richtete er sich zwei Verstecke ein: Eines zwischen Kindersitzen und eines hinter gestapelten Toilettenpapierrollen. Sogar ein provisorisches Bett soll er sich gebaut haben. In die Rückwand einer Kühltheke, die direkt vor einem seiner Verstecke stand, kratzte er ein Loch, durch das er sich mit Getränken versogte. Weitere Lebensmittel besorgte sich der Junge auf Streifzügen durch den Markt. Um nicht erkannt zu werden, habe der Ausreißer alle paar Stunden seine Kleidung gewechselt, berichtet ein CBS-Reporter. Er mied auch die öffentlichen Toiletten des Geschäfts und versorgte sich stattdessen mit Windeln aus der Baby-Abteilung.

Mitarbeiter des Supermarktes seien schließlich auf kleine Müllberge im Geschäft aufmerksam geworden. Einer von ihnen habe dann beobachtet, wie der Junge sein Versteck verließ. Er alarmiete die Polizei. Als die Beamten eintrafen, versuchte der 14-Jährige zu fliehen, wurde jedoch schnell gefasst und zu seiner Familie zurückgebracht.

Rechtliche Konsequenzen wird der Aufenthalt des Jungen im Markt wohl nicht haben. Wie ein Sprecher der Supermarktkette gegenüber CBS sagte, wolle man keine Anzeige erstatten. „Das ist eine traurige Sache, und wir untersuchen noch immer detailliert, wie das geschehen konnte“, sagte der Mann gegenüber einem Reporter. Man hoffe, dass der Junge und seine Familie wohlauf seien.

Von Moritz Schäfer

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.