Knuddeln zur Beruhigung

Hunde beruhigen Nerven von Studenten

Niedlich und nützlich: Hunde beruhigen die Nerven, wenn man sie streichelt.

Sydney. Australische Studenten sind auf den Hund gekommen. Um besser mit dem Lerndruck klar zu kommen, haben sie sich gleich zwei ungewöhnliche Methoden ausgedacht.

An mehreren Universitäten haben sie Hundetage organisiert, an denen Vierbeiner die Studenten besuchen – zum Streicheln und Knuddeln und vor allem zum Beruhigen der Nerven.

Erste Hundetage fanden bereits an der Bond University in Queensland und der Australian National University in Canberra statt und stießen dort auf begeisterte Resonanz. An der Bond University organisierte die Präsidentin der Studentenvereinigung der Fachschaft Jura, Madeline Wardleworth, den Hundetag in der Woche vor den Examen.

In einer E-Mail schrieb Wardleworth, dass Studenten diese Tage vor den Prüfungen größtenteils in der Bibliothek verbrächten, um zu lernen. Ein wenig Ablenkung ist da natürlich willkommen. Denn: „Es ist kein Geheimnis, dass Jurastudenten anfällig für hohe Level an Nervosität und Stress sind.“ Um diesem Stress entgegenzuwirken, organisierte Wardleworth über den lokalen Tierschutzbund die Welpen Bronte und Arnold. Die Reaktion der Kommilitonen auf die Hunde sei „bemerkenswert“ gewesen. „Man konnte sehen, wie sich die Studenten ein entspannten, während sie mit den Tieren agierten.”

Dass Hunde bei der Stressbewältigung helfen können, bestätigen auch Mediziner. So arbeitet die Harvard Medical School in den USA mit einem kleinen Shih Tzu namens Cooper als Therapiehund. Laut der Harvard-Internetseite gab es schon Anfang der 1980er-Jahre Studien, die zeigten, dass Hunde und andere Haustiere enorme gesundheitliche Vorteile für Menschen mit sich bringen. Demnach sollen Haustiere nicht nur helfen, unser Selbstwertgefühl und Wohlbefinden zu verbessern. Haustiere könnten demnach auch dabei unterstützen, den Blutdruck zu verringern, die Genesung nach Herzkrankheiten zu beschleunigen oder Asthma und Allergien bei Kindern zu verbessern. Auch die renommierten Yale Law School in den USA beschäftigt in ihrer Bibliothek einen Hund. Studenten können Monty ähnlich wie ein Buch ausleihen.

Hunde gegen Stressabbau und als Methode für erfolgreiches Studieren sind das eine. Das andere sind so genannte Zauderkurse für unentschlossene Studenten, die gerne ihre Arbeit vor sich herschieben. Auch für sie gibt es künftig Abhilfe und zwar in einem neuen Kurs, der ihnen helfen soll, Projekte anzupacken.

Die University of Technology in Sydney beispielsweise bietet einen solchen Zauderkurs ab Ende April an, um Studenten dabei zu helfen, ihre Arbeit anzufangen, rechtzeitig zu Ende zu bringen und dabei nicht mit ihr zu hadern. Methoden, die bei solchen Kursen zum Einsatz kommen, sind zum Beispiel die Schweizer-Käse-Methode, nach der man ein größeres Projekt anfängt und Löcher hinein sticht – also die Arbeit in kleineren Komponenten bewältigt. (yce)

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