Kolibakteriengefahr steigt

A 3 wieder freigegeben - Gefahr von Kolibakterien

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Unter dem Hochwasser verschwunden: Die Autobahn 3 bei Deggendorf wurde am Samstag für den Verkehr wieder freigegeben.

Deggendorf - In den Hochwassergebieten gefährden Kolibakterien den Badespaß. Betrüger und Diebe nutzen zudem die Spendenbereitschaft von Helfern aus. Der Verkehr in Bayern normalisiert sich währenddessen weiter.

Das Landesamt für Gesundheit LGL rät wegen gesundheitlicher Risiken vom Schwimmen in vielen Badeseen in den bayerischen Hochwassergebieten ab. „Ich würde empfehlen, in den betroffenen Regionen noch nicht in den Seen zu baden“, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit (LGL) in Erlangen. Nach Starkregen oder Hochwasser bestehe die Gefahr, dass von Äckern Gülle in die Seen geschwemmt werde. Kolibakterien könnten dann zu Magen-Darm-Erkrankungen führen. Anfällig seien besonders kleine Kinder und ältere Menschen. Schwimmer sollten sich in jedem Fall vor dem Baden über die Wasserqualität informieren.

Die Verkehrslage dagegen normalisiert sich nach der Katastrophe weiter. Der letzte noch gesperrte Abschnitt auf der Autobahn 3 bei Deggendorf wurde am Samstag wieder freigegeben, wie ein Polizeisprecher sagte. Zwischen den Anschlussstellen Hengersberg und Deggendorf war die A3 damit nach fast zweiwöchiger Sperrung wieder befahrbar. Allerdings ist die Geschwindigkeit bis nächste Woche in beiden Richtungen auf 60 Stundenkilometer beschränkt. Im Raum Deggendorf gebe es damit keine hochwasserbedingten Straßensperrungen mehr.

Auch die meisten Schiffe auf der Donau können zwischen Regensburg und Passau inzwischen wieder ohne Behinderungen fahren. Noch am Samstag sollten nach Angaben des Wasser- und Schifffahrtsamtes in Regensburg auch die vom Hochwasser besonders betroffenen Abschnitte bei Deggendorf freigegeben werden. Dann können etwa 50 Frachter und Hotelgastschiffe, die während des Hochwassers an Schleusen, Liegeplätzen und in den Häfen vertäut waren, ihre Fahrt fortsetzen.

Lediglich auf Bayerns Bahnstrecken gibt es noch größere Behinderungen. Gesperrt seien derzeit vor allem noch die Strecke von München über Rosenheim und Salzburg nach Wien sowie die Verbindung von München über Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald nach Innsbruck. Hier rechnet die Bahn sogar noch mit einer Sperrung bis zum 25. Juni.

Das Umweltministerium hat derweil Kritik aus Passau widersprochen, dass die Stadt nicht ausreichend vor dem Ausmaß der Katastrophe gewarnt worden sei. Der Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) hatte sich in einem Brief an Umweltminister Marcel Huber (CSU) über mangelhafte Vorhersagen zum Jahrhunderthochwasser beschwert. Das Ministerium wies die Vorwürfe jedoch zurück. Der Hochwassernachrichtendienst habe frühzeitig und mit ziemlich genau vorhergesagten Wasserständen vor dem Hochwasser gewarnt.

Die Spendenbereitschaft der Menschen nach der Flut wollten Diebe und Jugendliche in Niederbayern ausnutzen. An einer Tankstelle in Frontenhausen (Kreis Dingolfing-Landau) wurden am Freitag mehrere Kisten und Tüten mit Sachspenden für Flutopfer gestohlen, wie die Polizei mitteilte. Die Täter konnten jedoch geschnappt und die Beute zurückgebracht werden.

In Viechtach (Kreis Regen) gaben sich drei Jugendliche als Spendensammler aus und versuchten, sich Geld angeblich für die Flutopfer zu erschwindeln. Sie hatten weder eine Sammelbescheinigung, noch hatte die örtliche Realschule zu einer Sammelaktion aufgerufen, wie die Betrüger angegeben hatten. Nachdem eine Anwohnerin misstrauisch geworden war, verschwanden die drei unerkannt.

dpa

Vorher-Nachher-Bilder: Deutschland unter Wasser

Hochwasser
Die Vorher-Nachher-Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Wassermassen, die sich durch die Hochwassergebiete wälzen. © dpa
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Die Vorher-Nachher-Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Wassermassen, die sich durch die Hochwassergebiete wälzen. © dpa
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Die Vorher-Nachher-Aufnahmen zeigen das Ausmaß der Wassermassen, die sich durch die Hochwassergebiete wälzen. © dpa
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Auch am Donnerstag kämpfen weite Teile Deutschlands gegen die Wassermassen. © dpa
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Auch am Donnerstag kämpfen weite Teile Deutschlands gegen die Wassermassen. © dpa
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Kanzlerin Angela Merkel und der sächsische Ministerpräsident Stanislaw Tillich helfen an der Feuerwache in Pirna (Sachsen) beim Verladen von Sandsäcken. © dpa
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Die Kanzlerin macht sich ein Bild von der Hochwasserlage. © dpa
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Angela Merkel packt an der Feuerwache in Pirna (Sachsen) mit an. © dpa
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Auch Horst Seehofer macht sich ein Bild von der Lage. © dpa
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Die Oberbürgermeisterin von Rosenheim, Gabriele Bauer und der bayerische Minsterpräsident Horst Seehofer besuchen in Rosenheim im Stadtteil Oberwöhr ein Überschwemmungsgebiet © dpa
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Horst Seehofer sprichtin Kolbermoor bei Rosenheim im Evakuiertenzentrum. © dpa
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Das Hochwasser hat Deutschland und einige Nachbarländer weiter fest im Griff. © dpa
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