Das dauert Tage

Babys eine Woche früher auf Zeitumstellung vorbereiten

+
Säuglinge haben mit der Zeitumstellung oft zu kämpfen. Eltern sollten den Schlaf-Rhythmus der Kleinen deshalb schon vorher langsam anpassen. Foto: Silvia Marks

Zu Beginn der Winterzeit freuen sich die meisten Menschen über eine Stunde mehr Schlaf. Das geht nicht allen so: Babys und Kleinkindern kann die Umstellung zu schaffen machen. So erleichtern Eltern ihnen die Umgewöhnung.

Klingenmünster (dpa/tmn) - Babys und Kleinkinder haben mit der Zeitumstellung mitunter stark zu kämpfen. Wenn die Uhren in der Nacht zum 30. Oktober eine Stunde zurückgestellt werden, ändert sich abrupt ihr gewohnter Schlaf-Wach-Rhythmus.

Die Problematik sei umso ausgeprägter, je jünger die Kinder sind, erklärt Alfred Wiater. Er ist Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM). Vor allem Säuglinge in den ersten sechs Lebensmonaten haben Probleme, wenn sich zeitliche Abläufe ändern. Sie sind dann eventuell unausgeschlafener und quengeliger als sonst. Bis zu einer Woche kann es dauern, bis sich Babys an die Zeitumstellung gewöhnt haben.

Eltern könnten den Kleinen die Umstellung jedoch erleichtern, indem sie die Zeitumstellung etwas vorwegnehmen, erklärt Hans-Günter Weeß, Leiter des Schlafzentrums am Pfalzklinikum in Klingenmünster.

Das funktioniert Schritt für Schritt und braucht ein paar Tage Vorlauf. Bei Babys kann man etwa eine Woche vor der Umstellung beginnen. Dann bringt man sie jeden Tag zehn Minuten später ins Bett. "Mit der Zeitumstellung gehen sie dann gewissermaßen zur normalen Zeit ins Bett und stehen zur normalen Zeit auf", sagt Schlafforscher Weeß. Kleinkinder vertragen durchaus auch größere Schritte - sie können jeden Tag 15 Minuten später ins Bett gehen. Bei ihnen reicht es, ein paar Tage vor der Zeitumstellung damit zu beginnen.

Wiater rät, nicht nur die Zeiten des Zubettgehens und Weckens anzupassen. Es gehe dabei auch um den Tagesablauf - zum Beispiel die Essenszeiten. Diese sollten ebenfalls entsprechend leicht von Tag zu Tag verschoben werden.

Sind die Kinder schon ein wenig älter, ist der Samstag der Zeitumstellung auch ein guter Moment für etwas Großzügigkeit. Quengelt der Nachwuchs, dass er noch etwas aufbleiben will, könne Eltern an diesem Tag ruhig nachgeben, sagt Weeß. Wenn die Kinder später schlafen, werden sie meist auch später wach. So haben auch Eltern etwas von der geschenkten Stunde.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.