Bahn im Winter: Noch jahrelang Probleme?

Berlin - Die Bahn ist nach Einschätzung von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) noch nicht optimal auf den Winter vorbereitet.

“Die Bahn hat einfach zu wenig rollendes Material“, sagte Ramsauer der “Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Versäumnisse der Vergangenheit könnten über Nacht nicht wettgemacht werden. Zwar seien für mehrere Milliarden Euro neue ICE und Regionalzüge bestellt; doch bis diese eingesetzt werden könnten, vergingen noch Jahre, erläuterte der Minister.

Die Verlierer der Kälte

Schifffahrt: Zahlreiche Flüsse liegen unter Packeis und zwingen Binnenschiffer in die Häfen. Einige Schiffer bangen bereits um ihre Existenz. Immerhin: In Magdeburg konnte Eisbrecher „Seebär“ einen festgefahrenen Frachter befreien. © dpa/dapd
Eisdielen: Der große Verlierer der Kältewelle sind die Eisdielen. Besonders begehrt sind dieser Tage Kreationen wie „Heiße Liebe“ - Vanilleeis mit heißen Himbeeren. © dpa/dapd
Heimische Vögel: Vögel sind derzeit laut dem NABU verstärkt auf Futter aus Menschenhand angewiesen. Am knallhart gefrorenen Boden ist für die Wintervögel nicht allzu viel zu finden. © dpa/dapd
Autofahrer: Die Kälte zwingt immer mehr Autos in die Knie. Entweder macht die Batterie schlapp oder der Diesel ist eingefroren. Der Umstieg auf Bus und Bahn ist nicht immer eine gute Idee. Vielerorts gibt es auch bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben Probleme. © dpa/dapd
Viehwirtschaft: In offenen Ställen wird die Wasserversorgung schwieriger, weil Leitungen einfrieren und Tränken vereisen. Die Kühe selbst sind aber entspannt. „Die geben sich ja gegenseitig Wärme ab“, sagte ein Sprecher des Landesbauernverbands in Baden-Württemberg. © dpa/dapd
Urlauber auf Mallorca: Die spanische Ferieninsel Mallorca hat die tiefsten Temperaturen seit 40 Jahren registriert. In Palma de Mallorca sind bereits minus 5,7 Grad gemessen worden. © dpa/dapd
Zootiere: Die Giraffen in der Wilhelma in Stuttgart müssen sich wegen Glatteises mit einer Ausgangssperre abfinden. „Die Gefahr, dass sich die Tiere die Beine brechen, ist einfach zu groß“, sagte Wilhelma-Zoologe Günther Schleussner. © dpa/dapd

Deshalb könne er angesichts der anhaltenden Kältewelle nur hoffen, dass ein neues Bahn-Chaos ausbliebe. Beim Streusalz hätten Bund und Länder ihre Hausaufgaben gemacht und zusätzliche Reserven und Lager angelegt, sagte Ramsauer. Keine Hoffnung machte Ramsauer den festsitzenden Schiffskapitänen. Zwar seien 50 Eisbrecher im Einsatz. Bei diesem Gefrierschrankwetter frören die Fahrrinnen der Wasserstraßen aber schnell wieder zu. Selbst Heizungen könnten die Schleusen nicht mehr in Betrieb halten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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