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Urlaubstragödie auf Bali: Deutscher und Österreicher im Meer verschollen – sie wollten einen Touristen retten

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Von: Miriam Haberhauer

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Ein Deutscher und ein Österreicher sind vor Balis Küste im Meer verschollen. Sie hatten versucht, einen anderen Urlauber zu retten. Die Wetterbedingungen erschweren die Suchaktion.

Denpasar/Jakarta – Hohe Wellen und gefährliche Strömungen könne für unwissende Urlauber schnell zur tödlichen Falle werden. Ein Urlauber auf Bali unterschätzte diese Gefahr – und brachte sich und zwei weitere Männer in Lebensgefahr.

Urlaubsunglück vor Balis Küste: Deutscher und Österreicher verschollen

Beim Versuch einen dritten Urlauber aus dem Meer zu retten, verschollen ein Deutscher und ein Österreicher vor der indonesischen Urlaubsinsel Bali. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Dienstag, wie ein Sprecher des örtlichen Rettungsdiensts am Freitag mitteilte.

Die beiden Männer seien am Diamond Beach in Nusa Penida von der Strömung mitgerissen worden, als sie versuchten, einen anderen Urlauber aus dem Meer zu retten, berichtet tz.de. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte hoher Wellengang an der Küste. Der zuerst in Not geratene Urlauber habe überlebt, von den anderen beiden Touristen fehle derzeit jede Spur, so der Sprecher.

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Tragisches Unglück im Urlaubsparadies Bali: Ein Deutscher und ein Österreicher haben versucht einen Touristen aus dem Meer zu retten - sie sind seitdem verschollen. (Symbolbild) © IMAGO / Cavan Images

„Wir suchen weiter“ – Rettungsaktion unter schwierigen Bedingungen

„Wir suchen weiter nach ihnen“, betonte der Rettungsdienst-Sprecher. „Aber es regnet, es wehen starke Winde, und die Wellen sind hoch.“ Auf Bali herrscht gerade Regenzeit. Weitere Details zu den Vermissten sind bislang nicht bekannt. Die zur Provinz Bali gehörende kleine Nachbarinsel Nusa Penida ist gerade bei Tauchfans aus aller Welt beliebt. Erst am Sonntag war ein Tourist aus Malaysia in derselben Region bei dem Versuch gestorben, eine andere Person vor dem Ertrinken zu retten.

In den vergangenen Tagen hatten sich in Australien und auf den Cookinseln ganz ähnliche Tragödien abgespielt. In dem Inselparadies im Südpazifik starb am Dienstag eine Neuseeländerin bei dem Versuch, ihre in Not geratene Tochter aus dem Meer zu retten. Ebenfalls am Dienstag kam in Australien ein Mann ums Leben, als er seiner in eine Strömung geratenen Tochter helfen wollte. Und am Sonntag war ein Polizist südlich von Sydney gestorben, als er seinen Sohn vor dem Ertrinken retten wollte. In allen Fällen überlebten die Kinder.

Immer wieder gibt es auch an Deutschlands Küsten Badeunfälle. An Ost- und Nordsee sind dafür oft sogenannte Rippströmungen verantwortlich. Gerät man in deren Sog, sollte man wissen, was zu tun ist. (mlh/dpa)

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