Rätsel um Leichen am Pool

Mysteriöser Tod von Pharma-Milliardär und seiner Frau: Es gibt einen Verdacht

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Die Polizei schließt einen Selbstmord von Barry Sherman und seiner Ehefrau Honey aus.

Vor sechs Wochen wurde der Milliardär Barry Sherman und dessen Ehefrau Honey tot in ihrer Luxus-Villa in Toronto gefunden. Die Polizei stand vor einem Rätsel. Doch nun gibt es einen Verdacht.

Toronto - Einer der reichsten Männer Kanadas und seine Ehefrau sind Mitte Dezember in ihrem Haus auf brutale Weise ermordet worden. Das bestätigten die Ermittler am Freitag (Ortszeit) in der ersten offiziellen Stellungnahme seit dem Tod des Milliardärs Barry Sherman und seiner Frau Honey Mitte Dezember.

Leichen im Pool der Villa entdeckt

Der Pharma-Unternehmer und seine Frau waren zuletzt am Abend des 13. Dezember gesehen worden. Zwei Tage später seien sie gegen Mittag voll bekleidet „von Gürteln hängend in einer halb sitzenden Position“ neben ihrem Swimmingpool entdeckt worden, sagte Ermittlungsleiterin Susan Gomes. Zeichen, dass sich jemand gewaltsam Zutritt zum Haus verschaffte, gab es demnach nicht.

Die Polizei habe Hunderte Beweise aus der Villa in Toronto sowie einer Wohnung in Florida gesammelt und ausgewertet, sagte Gomes weiter. Darunter waren Aussagen von mehr als 120 Zeugen und mehr als 2000 Stunden Videomaterial aus der Umgebung der Villa. Den anfänglichen Verdacht eines möglichen Doppel-Selbstmords sowie eines Mordes mit anschließendem Suizid habe man ausgeschlossen. Zu möglichen Tatverdächtigen und Motiven äußerte sich Gomes nicht.

So reich war Barry Shermann

Barry Sherman, der im Alter von 75 Jahren starb, hatte laut dem Wirtschaftsmagazin „Canadian Business“ ein geschätztes Vermögen von umgerechnet 3,1 Milliarden Euro. Im Ranking der reichsten Kanadier stand er damit auf Platz 15, im Ranking des US-Magazins „Forbes“ landete er auf Platz 12. Erfolgreich war Sherman vor allem mit dem von ihm gegründeten Generika-Hersteller Apotex, dem größten kanadischen Pharma-Produzenten mit weltweit 11.000 Mitarbeitern.

Eine Polizeiabsperrung ist immer noch vor der Villa angebracht.

dpa

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