Bauernpräsident will schärfere Regeln für Import-Gemüse

Düsseldorf - Bauernpräsident Gerd Sonnleitner will angesichts der mit EHEC verseuchten Gurken aus Spanien schärfere Regeln für Importgemüse. “Wir fordern, dass es in der EU einheitliche Standards gibt.

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Diese Regeln müssen auch für Drittländer gelten, die zu uns liefern“, sagte Sonnleitner der in Düsseldorf erscheinenden “Rheinischen Post“ (Freitagausgabe). Er fügte hinzu: “Bei uns herrschen sehr strenge Regeln und über die gesamte Kette wird kontrolliert, was wir akzeptieren und für richtig halten. Importe werden leider wesentlich lascher geprüft.“ Wenn etwas passiere wie nun im Fall der EHEC-Erreger, dann seien die deutschen Bauern auch die Leidtragenden, weil es eine generelle Zurückhaltung der Verbraucher gebe. Zugleich warf Sonnleitner dem Robert-Koch-Institut missverständliche Empfehlungen nach der Entdeckung von EHEC-Keimen an spanischen Salatgurken vor.

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Die Empfehlung des RKI, kein Gemüse aus Norddeutschland zu kaufen, sei für die Bauern verheerend gewesen, sagte er der “Berliner Zeitung“ (Freitagausgabe). Jeder, der nur ein bisschen Ahnung von der Natur habe, wisse, dass es in Norddeutschland in dieser Jahreszeit keine Freilandgurken und Tomaten gibt. “Die konnten also gar nicht mit Gülle in Berührung kommen“, erklärte er. Der Bauernverband rechne mit “massiven Ausfällen“ für die Gemüsebauern.

dapd

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